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15:26 14 Oktober 2019
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    Hungarian Foreign Minister Peter Szijjarto

    Außenminister Ungarns wirft Westen „Doppelmoral“ bei Energieprojekten vor

    © AP Photo / Ivan Sekretarev
    Politik
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    Die Politik der westeuropäischen Länder im Bereich Energieprojekte ist laut dem ungarischen Außenminister, Péter Szijjártó, ein Beispiel für „Doppelmoral“.

    Ihm zufolge pflegen die westeuropäischen Länder im Gegensatz zu Ungarn viel engere Beziehungen zu Russland. Sie würden riesige Geschäfte für Hunderte Millionen Euro mit Moskau machen.

    „Und ich habe nichts dagegen. Aber ich bin gegen Doppelmoral. Während diese Länder Russland öffentlich mit Hochdruck kritisieren, führen sie ein großes Geschäft mit Russland weit weg von den Augen der Öffentlichkeit“, sagte Szijjártó im Interview mit dem russischen TV-Sender „Rossija 24“.

    Als Beispiel hat er das Pipelineprojekt Nord Stream 2 angeführt, das hinsichtlich der Investitionen in die Energieinfrastruktur „das bedeutendste Projekt in der Geschichte Europas“ sei.

    „Moment, dies ist ein gemeinsames Projekt von Gazprom und von westeuropäischen Energieunternehmen. Ich wiederhole, ich sehe nichts Falsches daran. Ich bin jedoch gegen Doppelmoral. Erinnern Sie sich noch daran, wie die europäischen Medien, die europäischen Eliten und die Europäische Kommission reagierten, als die mitteleuropäischen Länder beschlossen, gemeinsam mit Gazprom an einem South Stream-Projekt teilzunehmen? Wenn sich jetzt die westeuropäischen Länder an einem ähnlichen Projekt beteiligen, will keiner was sagen“, so Ungarns Außenminister weiter.

    Zuvor hatte der serbische Präsident Alexandar Vučić die Doppelmoral thematisiert, die sich der Westen in Bezug auf die Gaslieferungen aus Russland vorbehalte.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Ungarns Außenminister wirft Europa Heuchelei gegenüber Russland vor

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    Tags:
    Nord Stream 2, Gazprom, Alexandar Vučić, Péter Szijjártó, Ungarn