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10:25 19 August 2019
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    Belgrad nach Nato-Luftangriff 1999

    Bombenanschlag in Jugoslawien: Russlands Außenminister kommentiert Massaker von Račak

    CC BY-SA 3.0 / JU580 / Bombed building of Serbian MUP (Ministry of Police) in Knez Miloš Street
    Politik
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    Das Massaker von Račak war ein falscher Vorwand und eine Provokation, um mit den Bombardierungen in Jugoslawien zu beginnen.Dies erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Fernseh-Interview zum Dokumentarfilm „Kehrtwendung über dem Atlantik“.

    „Es war kein Grund, sondern ein künstlich geschaffener Vorwand. Die Tatsache, dass es sich um eine Provokation handelte, war lange bekannt“, sagte Lawrow.

    „Die angeblich getöteten Zivilisten waren eigentlich Militärs, Kämpfer der albanischen Befreiungsarmee, der sogenannten ‚Befreiungsarmee des Kosovo’, die einfach zivil gekleidet waren. Es ist schon lange bekannt, dass dies eine Unterstellung war.“

    Der damalige US-amerikanische OSZE-Missionsleiter William Walker, der an Ort und Stelle erklärte, dass ein Völkermord stattgefunden hätte, hätte bei der Provokation mitgespielt:

    „Ungeachtet dessen, was er dort gesehen hat – und er hat dort eine provokante Dramatisierung gesehen –, hatte er nicht das Recht, solche Erklärungen abzugeben, weil sie über sein Mandat hinausgingen. Schlussfolgerungen über das, was geschah, konnte nur der Ständige Rat der OSZE ziehen.“

    Im Allgemeinen spielte Walker dieselbe Rolle wie die sogenannten ‚Weißhelme’ in Syrien, „die ständig Inzenierungen machen, um dem Westen einen Grund zu geben, Schläge gegen einen souveränen Staat zu führen“, betonte der Minister.

    Bemerkenswert sei auch, dass die dem UN-Sicherheitsrat vorgelegte Zusammenfassung des Berichts der internationalen Expertengruppe finnischer Pathologen über das Massaker von Račak „maximal gereinigt“ wurde:

    „Ich habe im UN-Sicherheitsrat mit Unterstützung vieler meiner Kollegen gefordert, dass der Bericht veröffentlicht wird. Leider wurde er uns nicht vollständig zur Verfügung gestellt. Die damalige Anklägerin des Internationalen Tribunals für das ehemalige Jugoslawien, Carla del Ponte, übermittelte dem UN-Sicherheitsrat eine maximal 'gereinigte' Zusammenfassung, die im Allgemeinen neutral klang. Aber der vollständige Text wurde uns nie zur Verfügung gestellt“, sagte Lawrow.

    Vom 24. März bis 10. Juni 1999 führte die Nato eine militärische Operation unter dem Vorwand einer „humanitären Intervention“ in Serbien und Montenegro durch, die damals zur Bundesrepublik Jugoslawien gehörten.

    Während der elfwöchigen Operation der Nato-Luftstreitkräfte wurden insgesamt 2300 Luftangriffe gegen 995 Objekte verübt. Im Einsatz waren 1150 Kampfflugzeuge, rund 420.000 Geschosse, darunter 20.000 schwere Luftbomben, 1300 Marschflugkörper sowie 37.000 Bomben, wovon viele mit abgereichtertem Uran gespickt waren. Opfer der Bombenangriffe waren mehr als 2000 friedliche Einwohner (vor allem im Kosovo und in Metochien) und 1000 Militärs, mehr als 5000 Menschen wurden verletzt, mehr als 1000 Menschen gelten als vermisst.

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    Tags:
    Völkermord, Bombardierung, NATO, Jugoslawien