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20:35 15 Juli 2019
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    Petro Poroschenko

    Ex-Geheimdienstchef: Poroschenko wollte zum KGB

    © AP Photo / Sergei Chuzavkov
    Politik
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der Ex-Präsident Georgiens und ehemalige Gebietsgouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili, wollten einst beim sowjetischen Geheimdienst dienen, sagte der Ex-Chef des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes, Nikolai Malomusch, in einem Interview für den ukrainischen TV-Nachrichtensender „Kanal 4“.

    Ihm zufolge hatten Poroschenko und Saakaschwili an der Fakultät für internationale Beziehungen und Völkerrecht der staatlichen Universität Kiew studiert, an der Malomusch Vorlesungen hielt.

    „Sowohl Saakaschwili als auch Poroschenko gerieten schon im ersten Studienjahr als mögliche Kandidaten in unser Blickfeld. Wir standen von Anfang an in Kontakt zu ihnen, um zu erfahren, was für Menschen sie sind, wofür sie sich interessieren und was für eine psychische Verfassung sie haben“, so Malomusch.

    Poroschenko und Saakaschwili hätten den Wunsch geäußert, dem Nachrichtenwesen zu dienen, so Malomusch weiter. „Wir empfahlen ihnen, zuerst den Wehrdienst abzuleisten und dann zurückzukehren, damit sie sich für den Geheimdienst oder den Abwehrdienst ausbilden lassen konnten.“

    Doch in der letzten Etappe habe Poroschenko aus objektiven Gründen den Berufsstandards der Geheimdienste der Ukraine nicht entsprochen, sagte Malomusch. Er ging nicht näher auf die Kriterien ein, die Poroschenko nicht erfüllte.

    Saakaschwili habe dagegen alle Anforderungen erfüllt und sei im Begriff gewesen, nach Georgien zu reisen, sagte Malomusch. Als die Sowjetunion zerfiel, sollte er bei den Geheimdiensten des unabhängigen Georgiens eingestellt werden. Sein Heimatland sei jedoch von einem Krieg erschüttert worden, und es habe dort keine Person gegeben, der Saakaschwili sein Empfehlungsschreiben hätte vorlegen können, sagte der ehemalige Geheimdienst-Chef.

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    Tags:
    Geheimdienst, Interview, Michail Saakaschwili, Petro Poroschenko, Ukraine