19:55 12 Dezember 2019
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    NATO-Soldat in Kosovo (Archiv)

    Kosovo-Konflikt: Serbien nennt Anzahl der Opfer

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    Politik
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    Etwa 13.000 Menschen verschiedener Nationalitäten sind laut dem Staatssekretär im serbischen Außenministerium und Präsidenten der Kommission für verschwundene Personen, Veljko Odalovic, Opfer des Konflikts im Kosovo und in Metohija (im offiziellen Sprachgebrauch Serbiens die Bezeichnung für den westlichen Teil des Kosovo – Anm. d. Red.) geworden.

    Die Verhältnisse während und nach dem bewaffneten Konflikt im Kosovo, einschließlich der Nato-Bombardements, im Zeitraum von 1998 bis 1999 seien so hart gewesen, dass die „mutmaßliche Zahl der Opfer auf 13.000 Menschen berechnet werden kann“, sagte Odalovic auf der internationalen Konferenz anlässlich des 20. Jahrestags des Nato-Angriffs auf Jugoslawien am Samstag in Belgrad.   

    „Darunter sind 2.197 Serben, 150 Roma (orthodoxe Zigeuner – Anm. d. Red.), 95 Bosniaken (muslimische Bosnier – Anm. d. Red.), 78 Ashkali (muslimische Zigeuner – Anm. d. Red), 75 Montenegriner, 38 Balkan-Ägypter (bei den Balkan-Ägyptern handelt es sich um Angehörige der Roma, die sich als Nachfahren der Ägypter sehen und deswegen ihre Identität als ägyptisch betrachten – Anm. d. Red), 46 Vertreter der übrigen Nationalitäten, die im Kosovo und in Metohija leben. Zudem sind es auch etwa 2.000 Kosovo-Albaner, die von den Angehörigen der sogenannten Kosovo-Befreiungsarmee dafür getötet wurden, dass sie keine Gleichgesinnten waren und ihre Aktionen nicht billigten“, sagte Odalovic.

    Ihm zufolge reden derzeit nur wenige davon, dass es unter den 1.653 als vermisst registrierten Menschen 570 Serben und andere Nicht-Albaner gibt.

    Die Nato-Flugzeuge hätten neben den zivilen Zielen auch die albanischen Flüchtlingskolonnen angegriffen, so Odalovic.

    „Wir hoffen, dass der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und das Kosovo-Sondergericht mit Sitz in Den Haag Kräfte finden und der Gerechtigkeit Genüge tun werden …  Niemand hatte für die Verbrechen gegen die Serben im Kosovo und Metohija Verantwortung getragen: Weder albanische Terroristen noch jemand von den Teilnehmern an den Pogromen von 1999, die sich nach dem Eintreffen der internationalen Mission ereigneten, noch die Beteiligten an den Pogromen von 2004“, sagte der Staatssekretär im serbischen Außenministerium.  

    >> Andere Sputnik-Artikel: Warum serbische Armee mit Nato kooperiert — Serbischer General erklärt

     

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    Opfer, NATO, Kosovo, Serbien