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20:16 12 November 2019
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    OPCW-Hauptsitz in Den Haag (Archiv)

    Moskau: „OPCW für geopolitische Zwecke instrumentalisiert“

    © AP Photo / Peter Dejong
    Politik
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    Das russische Außenministerium hat den Bericht einer Sondermission der Organisation für Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu der angeblichen Giftgasattacke in der syrischen Stadt Duma im April 2018 kommentiert. Eine entsprechende Mitteilung hat das Ministerium am Montag auf seiner Webseite veröffentlicht.

    Demnach legten die Vertreter der westlichen Länder in der vom 12. bis zum 15. März in Den Haag abgehaltenen Sitzung des OPCW-Exekutivrates wiederum eine „deutlich destruktive Vorgehensweise“ in Bezug auf alles, was die Umstände der Ereignisse in Ost-Ghuta vor knapp einem Jahr aufklären könnte, an den Tag.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „Verfälschung von Fakten“: Damaskus kritisiert OPCW-Bericht zu Duma-Giftgasangriff<<<

    Der Westen habe diesmal die Vorschläge Russlands sowie anderer Länder blockiert, ein Briefing mit allen OPCW-Experten durchzuführen, die bei der Untersuchung des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes in der syrischen Stadt Duma teilgenommen hätten.

    Diese Blockierung sei offenbar nicht zufällig, denn dieses Briefing hätte ernsthafte Unstimmigkeiten in den „antisyrischen Schlussfolgerungen“ enthüllen können, die in dem am 1. März veröffentlichten Abschlussbericht der OPCW-Mission für das Nachweisen von Tatsachen des Chemiewaffeneinsatzes in Syrien enthalten seien.

    Die russischen Militärexperten, die einige Tage nach den Ereignissen in Duma die Stadt besucht und alle Umstände dieser Episode sorgfältig untersucht hätten, seien tatsächlich zu dem Schluss gekommen, dass die „Chemiewaffenattacke“ nichts anderes als „eine weitere inszenierte Provokation der berüchtigten ‚Weißhelme‘“ gewesen sei, betonte das russische Außenministerium.

    Der angebliche Chemiewaffeneinsatz in Duma habe „ mit den Aktivitäten der syrischen Luftwaffe in dieser Region absolut nichts zu tun“. Der Bericht der OPCW-Mission spiele jedoch „im Klartext“ auf einen mutmaßlichen Zusammenhang zwischen der „chemischen Attacke“ und den Handlungen der syrischen Luftwaffe an.

    Zu derartigen Schlussfolgerungen seien auch unabhängige westliche Experten und einige Experten der OPCW-Mission gekommen, deren Meinungen in dem Abschlussbericht jedoch nicht erwähnt worden seien: Sie würden eine Inszenierung bei dem Vorfall in Duma vermuten, heißt es im Kommentar weiter. Gerade deshalb werde das von der russischen Seite vorgeschlagene Briefing „unverhohlen“ verhindert. Dieses hätte die Wahrheit über „weitere Manipulationen um das syrische ‚chemische Dossier‘“ enthüllen können, die darauf abzielen würden, die legitim erwählte syrische Regierung der Macht zu entheben.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „Zweifelhaft“: Moskau und Damaskus zu OPCW-Bericht zu „chemischen Attacke“ in Duma<<<

    Besorgniserregend sei, dass diese Vorgehensweise für die OPCW üblich werde und von der Leitung des technischen Sekretariats der Organisation offensichtlich begünstigt werde. Die Führungsspitzen des technischen Sekretariats seien sich offenbar nicht völlig darüber im Klaren, dass „diese überaus technische und einst ansehnliche internationale Behörde zur Umsetzung der Interessen einer kleinen Staatengruppe im Nahen Osten sowie in anderen Weltregionen geopolitisch instrumentalisiert wird“, schreibt das Ministerium abschließend.

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    Tags:
    Chemiewaffeneinsatz, Untersuchung, Giftgasattacke, Bericht, OPCW, Syrien, Russland