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01:30 22 Juli 2019
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    Demonstration gegen die Reform des Urheberrechts vor dem EU-Parlament in Straßburg

    Europaabgeordnete stimmen für Reform des Urheberrechts

    © REUTERS / Vincent Kessler
    Politik
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    Die Abgeordneten im Europaparlament haben der umstrittenen Reform des Urheberrechts grünes Licht gegeben. Am Dienstag stimmten die Parlamentarier für den überarbeiteten Entwurf.

    Bis zuletzt war unklar gewesen, ob eine Mehrheit für eine Erneuerung des 20 Jahre alten Urheberrechts zustande kommen würde. Gegen sowie für den Kompromiss waren Hunderttausende auf die Straße gegangen, meldet die Agentur Reuters am Dienstag. Jetzt müssen noch die Mitgliedsstaaten zustimmen.

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    Ziel der Reform ist es, die Rechtssprechung digitalen Geschäftsmodellen anzupassen und dafür zu sorgen, dass Verlage, Rundfunkanstalten und Künstler angemessen entgolten werden. Vor allem zwei Punkte hatten zuletzt die Gemüter erhitzt. Kapitel 11 dreht sich um die Einführung eines EU-weiten Leistungsschutzrechts, das dafür sorgen soll, dass Online-Plattformen wie Google für die Verwendung von bereits veröffentlichten Online-Artikeln zahlen müssen. Deutsche Zeitungsverlage wie Axel Springer kämpften jahrelang dagegen, dass Google kurze Nachrichtentexte von Internetseiten kostenlos auf seinem eigenen, werbefinanzierten News-Portal übernimmt.

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    Kapitel 13, der inzwischen Kapitel 17 heißt, beschäftigt sich damit, dass Online-Plattformen wie die Google-Tochter YouTube, Instagram von Facebook und GitHub Gebühren an Künstler und andere Rechteinhaber zahlen sollen, wenn sie deren Songs oder Videos verbreiten. Um dies zu überblicken, müssen den Anbietern zufolge umstrittene Upload-Filter eingesetzt werden — also Software, die beim Hochladen direkt prüft, ob es dabei zu Verstößen kommt.

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    Tags:
    Urheberrecht, Reform, EU-Parlament, EU-Länder, Europa