06:49 20 Januar 2020
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    In der Türkei hat 2016 ein gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gerichteter Putschversuch stattgefunden. Ankara hat dafür die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen verantwortlich gemacht und in diesem Zusammenhang 107 „geflohene Terrorverdächtige“ seitdem aus dem Ausland „zurückbringen“ lassen.

    Laut dem türkischen Innenminister Süleyman Soylu hatte die türkische Regierung nach dem Putschversuch 504 Auslieferungsersuchen an 91 Länder gestellt. 

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    „Terrorverdächtige“ und angebliche Staatsfeinde sollten zurückgebracht und in der Türkei vor Gericht gestellt werden. 

    „Terrorverdächtig“ sind aus Sicht der türkischen Regierung diejenigen, denen Verbindungen zur Bewegung von Gülen vorgeworfen werden.

    Kritik an den oft unklaren Umständen der Rückkehr der geflohenen Personen äußern Menschenrechtler. Ihrer Ansicht nach ähneln einige Fälle eher Entführungen. 

    Auch Abschiebungen angeblicher Gülen-Anhänger durch Gastländer wie die Ukraine, Pakistan, Malaysia oder Aserbaidschan zurück in die Türkei sind kritisiert worden. 

    Gülen selbst bleibt weiterhin in den Vereinigten Staaten. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Weiße Haus im vergangenen Jahr berichtete, ist die Administration des US-Präsidenten Donald Trump offenbar nicht zu Gülens Auslieferung bereit.

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    Tags:
    Menschenrechtler, Putschversuch, Auslieferung, Rückkehr, Terrorverdächtige, Entführung, Kritik, Abschiebung, Gericht, die türkische Regierung, Das Weiße Haus, US-Administration, Süleyman Soylu, Fethullah Gülen, Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, USA