14:17 19 April 2019
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    Syrische Provinz Idlib

    Russische Armee: Agenten aus EU bereiten Provokation mit Giftstoff in Syrien vor

    © AFP 2019 / Omar Haj Kadour
    Politik
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    Terrormilizen im syrischen Idlib bereiten nach Angaben des russischen Militärs eine Provokation mit Giftstoffen vor. Auch die Geheimdienste Frankreichs und Belgiens sollen in die Planung eines Fake-Angriffs verwickelt sein, der dann der syrischen Regierungsarmee und der russischen Luftwaffe in die Schuhe geschoben werden soll.

    Nach Angaben des russischen Zentrums für Aussöhnung der Konfliktparteien in Syrien sind Geheimdienstmitarbeiter aus Frankreich und Belgien bereits vor Ort und koordinieren die Vorbereitungen.

    „Geheimdienstvertreter aus Frankreich und Belgien sind in Idlib angekommen, um Provokationen zu organisieren“, teilte der Chef des Aussöhnungszentrums, Generalmajor Viktor Kuptschischin, am Freitag mit.

    Nach seinen Angaben nahmen die europäischen Vertreter an einer Besprechung zwischen Kommandeuren der Terrormilizen Haiʾat Tahrir asch-Scham* und Hurras ad-Din* und der umstrittenen Hilfsorganisation „Weißhelme“ teil.

    Zentrales Thema der Besprechung sei die Inszenierung eines Einsatzes von Giftstoffen gewesen, für den dann Syrien und Russland verantwortlich gemacht werden sollen, sagte Kuptschischin. Wann diese Besprechung stattfand, sagte er nicht.

    Bei der Inszenierung wollen die Provokateure, so der General weiter, offenbar eine echte Giftsubstanz anwenden, um „glaubwürdiges Foto- und Videomaterial“ zu gewinnen.

    „Die Giftsubstanz, die vermutlich chlorhaltig ist, wurde bereits am 23. März aus der Stadt Serakab in die Ortschaften Chan Schaichun, Maaret Horma und Kafer Zaita gebracht“, sagte der General. Geheimdienstler aus Frankreich hätten den "als Gasflaschen getarnten" Transport kontrolliert..

    Für Szenen, die gefilmt und dann der Weltöffentlichkeit präsentiert werden sollen, könnten nach Angaben Kuptschischins Flüchtlinge als Statisten benutzt werden. Idlib im äußersten Nordwesten Syriens wird noch immer von bewaffneten Rebellen und Islamisten kontrolliert.

    Laut Kuptschischin wollen die Provokateure auch Videoaufnahmen echter russischer Luftangriffe benutzen, um die Öffentlichkeit zu überzeugen: „Belgische Geheimdienstler haben vom 14. bis zum 27. März 2019 russische Luftangriffe auf Munitionslager der Terroristen in der Deeskalationszone Idlib gefilmt, um die Aufnahmen dann als ‚Beweis‘ für die Anwendung chemischer Waffen zu präsentieren.“

    Eine Stellungnahme von französischer und belgischer Seite zu den Anschuldigungen lag vorerst nicht vor. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja hatte bereits am Mittwoch mitgeteilt, dass Milizen in Syrien gemeinsam mit den „Weißhelmen” Provokationen mit chemischen Substanzen planen würden.

    So drehten Weißhelme ihr C-Waffen-Video: Elfjähriges „Opfer“ packt aus >>

    Die „Weißhelme“, die sich selbst als Hilfsorganisation bezeichnen, werden bereits seit längerem mit Vorwürfen konfrontiert, inszenierte Videos aus Syrien in die Welt zu setzen, die die Regierung in Damaskus belasten.

    Nach Angaben der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hatte die syrische Regierung all ihre bekannten C-Waffen-Vorräte entsorgt. Dennoch werfen die USA und ihre Verbündeten der Regierung in Damaskus vor, Giftstoffe gegen Rebellen einzusetzen. Nach einem angeblichen solchen Angriff in Duma vor einem Jahr hatte die OPCW vor Ort ermittelt, jedoch keine Spuren von Giften ausfindig gemacht.

    * Beides Terrororganisationen, in Russland verboten.

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    Tags:
    C-Waffen, Idlib, Belgien, Syrien, Frankreich, Russland