16:30 25 April 2019
SNA Radio
    Venezolanische Militärs während des gemeinsamen Manövers in Wladiwostok (Archivbild)

    Wegen Militärkooperation mit Russland: USA drohen mit Sanktionen - Venezuela reagiert

    © Sputnik / Witalij Ankow
    Politik
    Zum Kurzlink
    7757363

    Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino López hat auf Twitter auf die Äußerungen einiger US-Politiker in Bezug auf die militärische Zusammenarbeit mit Russland reagiert.

    „Es ist kein Geheimnis, dass unser Land seit 2011 Beziehungen der militärtechnischen Kooperation mit Russland unterhält. Als sie (russische Militärs – Anm. d. Red.) uns einen Besuch abgestattet haben, ist ein Skandal ausgebrochen. Niemand muss sich wegen der bilateralen Zusammenarbeit Sorgen machen“, twitterte der Minister.

    Zugleich verwies López darauf, dass wegen der verstärkten Aktivitäten der US-Militärs nahe Venezuelas Grenze indes niemand besorgt sei. Ihm zufolge hat die US-Luftwaffe ihre elektronische Aufklärung rund um Venezuela um 800 Prozent verstärkt.  

    „Von diesem Skandal hört man aber nichts — dass US-Flugzeuge in der Stadt Cucuta (Kolumbien) landen oder die elektronische Aufklärung der US-Luftwaffe rund um unser Staatsgebiet um 800 Prozent wächst. Niemand sagt etwas, wenn versucht wird, die Souveränität von Venezuela zu verletzen“, betonte der Minister.

    ​Am 23. März waren zwei Flugzeuge mit russischen Militärs in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eingetroffen.

    Nach Angaben der lokalen Medien handelte es sich hierbei um 99 russische Offiziere und 35 Tonnen Güter. Das Ziel ist es, bilaterale Konsultationen über die militärtechnische Kooperation in Venezuela durchzuführen.

    Am Freitag hatte der US-Sonderbeauftragte für Venezuela, Elliott Abrams, Moskau wegen der Ankunft seiner Experten in Venezuela mit Sanktionen gedroht. 

    Zuvor hatte der US-Präsident Donald Trump Moskau ausdrücklich zum Rückzug aus Venezuela aufgefordert. Der Chef des Auswärtigen Ausschusses beim Föderationsrat (russisches Oberhaus), Konstantin Kossatschjow, und die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, haben Trumps Forderung zurückgewiesen und betont, der Aufenthalt russischer Offiziere in Venezuela stehe im Einklang mit dem Völkerrecht.

    Auch der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, kommentierte die Aufforderung des US-Präsidenten Donald Trump an Moskau, auf seine Präsenz in Venezuela zu verzichten und die russischen Militärberater aus dem Land abzuziehen.

    „Was die Vereinigten Staaten betrifft, so sind sie in vielen Ecken der Welt präsent, und niemand weist sie an, wo sie sein dürfen oder nicht sein dürfen. Deshalb möchten wir natürlich mit der, sagen wir, gegenseitigen Respektierung rechnen — mit der Respektierung unseres Rechtes, Beziehungen zu jeglichen Ländern aufzubauen, Beziehungen, die unseren Interessen und den Interessen dieser Ländern entsprechen", sagte Peskow.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Bedrohungen, Elliott Abrams, Vladimir Padrino López, Donald Trump, Konstantin Kossatschjow, Maria Sacharowa, Dmitri Peskow, Kolumbien, Venezuela, USA, Russland