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14:58 14 Oktober 2019
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    Bau der TANAP-Gaspipeline (Archivbild)

    Ungarn setzt auf Gas aus Aserbaidschan – in Umgehung der Ukraine

    © Foto: TANAP
    Politik
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    Ungarn rechnet damit, ab 2021 Gas auch aus Aserbaidschan zu beziehen, schreibt die „Jewropejskaja Prawda“ am Samstag. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó und Aserbaidschans Energieminister Parwis Schachbasow hätten am Freitag in Baku die Gründung einer Arbeitsgruppe vereinbart, die solche Lieferungen vorbereiten solle, hieß es.

    Szijjártó zufolge steht die Diversifizierung der Gaslieferungen seit langem auf der Agenda. Aber diverse geologische und regionale Faktoren hätten dem Projekt bislang im Wege gestanden.

    Laut dem ukrainischen Internetportal Segodnya.ua wird die künftige Lieferroute einen Bogen um die Ukraine machen.

    „Der Konflikt zwischen Moskau und Kiew übt starken Einfluss auf Zentraleuropa aus, weil noch immer kein Abkommen über den Gastransit aus Russland via Ukraine ab 2020 unterzeichnet wurde“, fuhr Szijjártó fort. Das sei eine ernsthafte Herausforderung für Budapest.

    Zuvor hatte Szijjártó mitgeteilt, er habe zusätzliche Lieferungen von russischem Erdgas via Österreich für den Fall vereinbart, dass Moskau und Kiew keine Einigung erzielen.

    Der ungarische Außenminister machte ferner darauf aufmerksam, dass in Aserbaidschan drei neue Gaslagerstätten mit geschätzten Reserven von je 500 Milliarden Kubikmetern entdeckt worden seien. Zugleich solle die Durchsatzkapazität der nach Südosteuropa führenden Pipeline von bislang 16 Milliarden auf 31 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erhöht werden, sagte Szijjártó. 

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    Tags:
    Umgehungsroute, Lieferung, Erdgas, Ukraine, Péter Szijjártó, Ungarn