18:06 17 November 2019
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    Das Zentralgebäude des Auswärtigen Amtes in Berlin

    Kein Deutschland-Besuch für Krimdeutsche – wegen Visaproblemen

    CC BY-SA 2.0 / Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft / Auswärtiges Amt in Berlin
    Politik
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    Der Vorsitzende der deutschen national-kulturellen Autonomie der Krim, Juri Gempel, hat das Auswärtige Amt Deutschlands aufgerufen, die Visa-Ordnung für die Krimbewohner zu revidieren, die auch heute noch gezwungen sind, Gastvisa für Deutschland bei der deutschen Botschaft in Kiew zu beantragen.

    Laut Gempel sind die Krimdeutschen seit nun schon fünf Jahren mit Problemen beim Erwerb von Einreisegenehmigungen für Deutschland konfrontiert.

    „Die Probleme bei der Ausstellung von Gastvisa für die Krimdeutschen, die Verwandte in Deutschland haben, bestehen weiterhin. Bedauerlicherweise schickt das deutsche Außenministerium unsere Landsleute, die Visa bekommen wollen, in die deutsche Botschaft in der Stadt Kiew. All das macht es den Krimdeutschen unmöglich, nach Deutschland zu reisen“, sagte der Vorsitzende der Krimdeutschen-Gemeinde gegenüber Sputnik.

    Dadurch würden die Krimdeutschen faktisch dazu gezwungen, im Austausch gegen einen Besuch bei ihren Verwandten in Deutschland sich als Staatsbürger der Ukraine anzuerkennen, so Gempel.

    „Wir rufen das deutsche Außenministerium auf, seine Haltung zu revidieren und es den Krimdeutschen zu ermöglichen, als vollberechtige Bürger Russlands Einreisevisa für Deutschland in Moskau ausstellen zu lassen“, sagte Gempel. Er fügte hinzu, dass in der jetzigen Situation die Rechte des Menschen auf Bewegungsfreiheit in grober Weise verletzt würden.

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    Tags:
    Verwandte, Visa, Besuch, Botschaft, Krim, Deutschland, Russland, Ukraine