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19:35 12 November 2019
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    Obdachlose in Berlin (Archivbild)

    Deutschlands Großstädte werden ärmer

    © AFP 2019 / TOBIAS SCHWARZ
    Politik
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    Trotz dem längsten Boom seit den 60er-Jahren – von manchen schon als „neues Wirtschaftswunder“ bezeichnet – verschärft sich in Deutschlands Großstädten das Armutsproblem. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger in Großstädten liegt laut der jüngsten Studie der Bertelsmann-Stiftung bei 14 Prozent, obwohl es deutschlandweit nur 10,1 Prozent sind.

    Wie n-tv.de unter Berufung auf die Studie am Dienstag berichtet, stieg in 46 Prozent der Großstädte im Zehnjahresvergleich die Quote der Sozialleistungsempfänger. In 20 Prozent blieb sie fast unverändert und in etwa 34 Prozent der Großstädte sank die Zahl. 

    Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen, genauer das Ruhrgebiet. Allgemein hat sich die Situation in den ostdeutschen Städten verbessert, obwohl die Quote allerdings weiterhin über dem westdeutschen Durchschnitt liegt. 

    >>>Mehr zum Thema: Der Aufstieg des Ostens und die Krise des Westens<<<

    Nummer eins im Negativ-Ranking der Großstädte ist Gelsenkirchen mit einer Armutsquote von 26 Prozent, gefolgt von Bremerhaven mit 25 Prozent. Berlin landet mit einer Armutsquote von 20 Prozent auf Platz fünf. Wie der Städtetagspräsident und Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe gegenüber der „Welt“ äußerte, verzeichnet Berlin mehr SGB-II-Bezieher als ganz Bayern. 

    Laut n-tv.de konnten die Auswirkungen der Flüchtlingsbewegungen 2015 von der Studie nur teilweise erfasst werden, weil nur Zahlen bis 2016 berücksichtigt werden konnten.

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    Tags:
    Wirtschaftswunder, Problem, Studie, Armut, Großstädte, Berlin, NRW, Ruhrgebiet, Deutschland