09:03 20 April 2019
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    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg (l.) und US-Präsident Donald Trump am 2. April 2019

    Trotz Respekt vor Merkel: Trump übt wieder Kritik an Deutschland wegen Nato-Ausgaben

    © REUTERS / JOSHUA ROBERTS
    Politik
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    Während seines Treffens mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an den deutschen Verteidigungsausgaben bekräftigt, wie internationale Medien berichteten.

    „Deutschland zahlt ehrlich nicht seinen gerechten Anteil. Es zahlt nicht, was es zahlen soll. Es zahlt fast ein Prozent“, zitierte Reuters den US-Staatschef am Dienstag.

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    Der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) zufolge fügte dem Trump allerdings hinzu, dass er „großen Respekt“ vor Bundeskanzlerin Angela Merkel und Deutschland habe.

    Wie die Zeitung „New York Times“ anmerkte, versuchte Stoltenberg nach dem Gipfel, die Aussagen Trumps positiv zu interpretieren.

    „Ich gebe zu, dass es Unterschiede gibt, aber wenn es um Verteidigungsausgaben geht, sind wir uns alle einig“, zitiert das Blatt aus einem Interview mit Stoltenberg.

    Er sagte, Trump habe dazu beigetragen, dass die Mitgliedstaaten zusätzliche Verteidigungsausgaben in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar veranschlagt hätten. Laut ihm hat Trump „eine echte Wirkung“.

    Die „New York Times“ behauptete allerdings, dass „sein Lob für Trump bezüglich der Ausgabenerhöhungen die europäischen Regierungschefs verärgert“ habe.

    Am 2. April kamen im Vorfeld des 70. Jahrestages des transatlantischen Bündnisses Nato-Chef Jens Stoltenberg und US-Präsident Donald Trump in Washington zusammen.

    Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses besprachen die beiden Politiker „die beispiellosen Fortschritte der Nato bei der Förderung der Lastenteilung“, sowie die Bemühungen zur Terrorbekämpfung und Kontrolle „der russischen Aggression“.

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    Anfang Februar war berichtet worden, dass Berlin versprochen habe, seine Nato-Ausgaben bis 2024 auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erhöhen.

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    Tags:
    Angela Merkel, Verteidigungsausgaben, Jens Stoltenberg, Donald Trump, NATO, USA, Deutschland