19:33 17 November 2019
SNA Radio
    Großer Zapfenstreich der Bundeswehr (Archivbild)

    Kritik der NATO an deutschen Verteidigungsausgaben - Medien

    © AP Photo / Kai-Uwe Knoth
    Politik
    Zum Kurzlink
    2538
    Abonnieren

    Zum 70. Jubiläum der NATO wiederholt Donald Trump seinen Vorwurf, dass Deutschland zu wenig in die Verteidigung investiert. Christian Hacke, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr Hamburg, gibt dem US-Präsidenten Recht: „Nichts geht, nichts fährt, nichts schwimmt - die Bundeswehr ist in einem desolaten Zustand“, sagte Hacke der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag).

    „Deutschland wäre daher gut beraten, US-Präsident Donald Trump nicht weiter herauszufordern“, so Hacke weiter. Dabei gehe es nicht um die bloße Summe, sondern um „Mut zur Produktivität“. Die Bundeswehr müsse gezielt auf den technisch neuesten Stand gebracht werden, fordert der Experte. „Im Kalten Krieg war die Bundeswehr ein Schrittmacher der Allianz, heute ist sie das fünfte Rad am Wagen.“

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Trump erwägt Nato-Mitgliedschaft Brasiliens<<<

    Anders sieht das der SPD-Verteidigungsexperte Karl-Heinz Brunner. Er wies die Forderungen nach einer stärkeren Anhebung der deutschen Verteidigungsausgaben als völlig überhöht zurück.

    „Würde Deutschland schon jetzt, wie von US-Präsident Donald Trump gefordert, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung in die Verteidigung stecken, wären das 68 Milliarden Euro im Jahr, rechnete der SPD-Politiker in der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag) vor. „Das ist mehr, als die Russische Föderation für ihr Militär ausgibt“, betonte Brunner.

    >>>Mehr zum Thema: Druck auf Nato-Partner offenbar erfolgreich – Stoltenberg dankt Trump<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Bundeswehr, Rüstungsausgaben, Kritik, Donald Trump, NATO, Deutschland, USA