09:44 26 April 2019
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    Außenminister der Schweiz Ignazio Cassis

    Die Schweiz vertritt künftig die USA in Venezuela

    © AP Photo / Vadim Ghirda
    Politik
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    Die Schweiz soll nach Informationen der „Neuen Zürcher Zeitung“ künftig teilweise den Diplomatendienst für die USA in Venezuela übernehmen.

    Demnach haben Bundesrat Ignazio Cassis und US-Botschafter Edward McMullen am Freitag ein entsprechendes Abkommen über ein Schutzmachtmandat unterzeichnet. Das Mandat werde erst dann in Kraft treten, wenn Venezuela ihm zugestimmt habe. Laut dem Schweizer Aussendepartement (EDA) bietet es die Chance, zur Deeskalation der Spannungen zwischen Washington und Caracas beizutragen.

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    Das so genannte Schutzmachtmandat soll garantieren, dass die USA und Venezuela minimale Beziehungen zueinander unterhalten. Im Mittelpunkt dabei stehen dem Bericht zufolge konsularische Dienstleistungen sowie das Aufrechterhalten eines offenen Gesprächskanals.

    Von einer Vermittlung sei bisher keine Rede. Es gehe nur um eine „Briefträgerfunktion“ der Schweiz.

    Ende Januar hatte Washington beschlossen, alle nicht dringend benötigten US-Diplomaten aus Venezuela abzuziehen.

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    Zuvor hatte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA angekündigt und die US-amerikanischen Diplomaten aufgefordert, das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. US-Außenminister Mike Pompeo hatte diese Forderung jedoch abgelehnt und zudem erklärt, Maduro habe keine Befugnisse, die dafür nötig seien, solche Entscheidungen zu treffen.

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    Tags:
    Mandat, Beziehungen, Ignazio Cassis, Schweiz, Venezuela, USA