SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    241733

    Sahra Wagenknecht, die Fraktionsleiterin der Linken im Bundestag, hat ihrer Partei vorgeworfen, die Interessen der Minderbemittelten nicht mehr ausreichend zu schützen.

    „Die Linke hat sich von den ärmeren Schichten teilweise entfremdet, weil sie oft nicht deren Sprache spricht und von ihnen als belehrend und von oben herab empfunden wird“, sagte die Abgeordnete in einem am Samstag in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erschienenen Interview.

    Im Bundestag gebe es eine „breite Mehrheit für mehr sozialen Ausgleich, bessere Löhne, höhere Renten“, so Wagenknecht. „Allerdings haben die Sozialdemokraten viele Jahre realpolitisch das Gegenteil umgesetzt.“ Vom Standpunkt der Politikerin aus müssen sich die beiden Parteien – die Linke und die SPD – ändern, damit eine linke Mehrheit im Bundestag zurückgewonnen werden könne.

    Auf die Migrationsdebatte im Bundestag eingehend, hat sich Wagenknecht, die als Anhängerin einer Migrationseinschränkung bekannt ist, gegen „Lügen“ und „Diffamierungen“ verwahrt. „Wer jeden, der eine differenzierte Sicht auf Migration einfordert, in die Nazi-Ecke stellt, begreift nicht, dass er genau damit die rechten Parteien stärkt“, sagte die 49-Jährige.

    Die Politikerin hatte unlängst ihren Rückzug vom Fraktionsvorsitz aus gesundheitlichen Gründen angekündigt, will aber ihr Mandat im Bundestag behalten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Sputnik-Leser haben abgestimmt: „Ohne Wagenknecht ist die Linke verloren“
    „Bitte mach´ weiter!“ – Linkepolitiker schreiben offenen Brief an Sahra Wagenknecht
    „Keine Neuausrichtung“: Wagenknecht begründet ihren Rücktritt - VIDEO
    „Sie bleibt streitbar und kritisch“: Das ist der Grund für Rückzug von Wagenknecht
    Tags:
    Interessen, Migration, Bundestag, SPD, Die LINKE-Partei, Neue Osnabrücker Zeitung, Sahra Wagenknecht, Deutschland