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22:11 20 September 2019
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    Russland reagiert auf ZDF-Anmoderation über „Einmarsch“ in Estland

    © AFP 2019 / Joel Saget
    Politik
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    Die Worte des ZDF-Moderators Claus Kleber, der zu Beginn einer „Heute-Journal"-Sendung eine erfundene russische Invasion Estlands gemeldet hatte, haben in den politischen Kreisen Russlands für Aufsehen gesorgt.

    Der Vorsitzende des Ausschusses für Informationspolitik beim Föderationsrat (Oberhaus des russischen Parlaments), Alexej Puschkow, sagte, dass der Zweck dieser Worte es sei, mit der NATO mitzuspielen und Russland zu dämonisieren:

    „Russland ist nicht in Estland einmarschiert. Und es wird nicht einmarschieren. Und da Russland keine aggressiven Pläne hat, müssen sie erfunden werden. Das ist gerade der Sinn der Informationsprovokation des ZDF“, schrieb Puschkow auf seinem Twitter-Account.

    Die russische Botschaft in Kanada nannte Klebers Worte „eine empörende, verhasste Propaganda“, die die Erinnerung an Millionen von ums Leben gekommenen, getöteten und von Nazis zu Tode gefolterten Sowjetbürgern beleidige.

    Der Pressesprecher der russischen Botschaft in den Vereinigten Staaten, Nikolai Lachonin, fragte sich kurz und knapp, ob Kleber ein Idiot sei. Er begleitete seine Botschaft mit einem Bild der deutschen Truppen, die 1941 in Narva einmarschierten.

     

    Journalist Wladimir Solowjow nannte Klebers Aussage „eine Provokation aus der Goebbels-Box“.

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    Am 4. April hatte Kleber im ZDF-Heute-Journal mit der Mitteilung über einen angeblichen Einmarsch Russlands in Estland die Zuschauer förmlich schockiert. Später stellte er klar, dass seine Worte nur eine realistische Vision” wären.

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    Tags:
    Einmarsch, Propaganda, ZDF, NATO, Estland