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11:19 24 Juli 2019
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    Ursula von der Leyen mit Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

    Bundeswehr: Großteil von Beraterverträgen fehlerhaft

    © AP Photo / Thomas Peter
    Politik
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    Deutschlands Verteidigungsministerium ist bei einer Untersuchung der Berater-Verträge auf erhebliche Fehler gestoßen, lautet das Ergebnis einer Arbeitsgruppe des Ministeriums, das am Montag Verteidigungspolitikern im Bundestag übermittelt wurde.

    Die Arbeitsgruppe soll insgesamt 468 Fälle geprüft haben. In 40 Prozent davon ist demnach eine Dokumentation der Prüfung, ob externe Fachleute überhaupt notwendig sind, nicht ausreichend belegbar. Darüber hinaus wurde in zwei Dritteln der Fälle die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit nicht ausreichend dokumentiert.

    Mit der Untersuchung beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe namens „Task Force Externe Dritte“. Aus dem Ministerium hieß es, aus der fehlenden Dokumentation könne nicht geschlossen werden, dass der Einsatz der Berater nicht notwendig oder unwirtschaftlich gewesen sei.

    >>>Mehr zum Thema: Berateraffäre um von der Leyen: Manager kassierte doppelt<<<

    Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen steht bereits wegen massenhafter Vergabe von Beraterverträgen sowie Preissteigerungen bei verschiedenen Rüstungsprojekten in der Kritik.

    Die Berateraffäre begann im August, nachdem der Bundesrechnungshof einen Bericht publiziert hatte, der die Effizienz der Miteinbeziehung von externen Beratern in Frage stellte.

    Dem Bericht zufolge hatte das Ministerium Aufträge für externe Unternehmensberater für das neu eingerichtete Cyber-Kommando regelwidrig vergeben. Dabei handelte es sich um mindestens 200 Millionen Euro für den externen Sachverstand in den Jahren 2015 und 2016.

    Insgesamt soll die Behörde laut eigenen Angaben zusätzlich 343 Millionen Euro für externe Leistungen gefordert haben. Zehn Prozent davon machten sogenannte „beratende Leistungen“ aus.

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