01:15 01 Dezember 2020
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    Die Arbeiterpartei Norwegens hat am vergangenen Wochenende beschlossen, ihre Unterstützung für ein Projekt zur Erschließung von Ölfeldern und zur Ölgewinnung auf dem Festlandsockel der Lofoten-Inseln vor der nordwestlichen Küste des Landes einzustellen. Das berichtet das russische Internetportal expert.ru.

    Nach dem Wechsel der „Arbeiter“ ins Lager der Umweltschützer bildet sich im Storting (Parlament) eine absolute Mehrheit der Kohlenwasserstoff-Gegner. Das bedeutet, dass der Raum um die Lofoten-Inseln für Ölkonzerne für immer gesperrt werden könnte.

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    Der Schritt der Arbeiterpartei ist ein ernsthafter Schlag gegen die Ölindustrie des Königreichs. Denn auf Öl und Gas entfällt gut die Hälfte aller Ausfuhren Norwegens. Der Staatskonzern Equinor ASA – der größte norwegische Ölförderer – ist der Ansicht, dass es kaum gelingt, die Ölindustrie zu retten, falls die auf bis zu drei Milliarden Barrel geschätzten Ölreserven bei den Lofoten-Inseln schrittweise schwinden.

    Das Förderverbot im Raum des Lofoten-Archipels bedeutet, dass die Gegner der Ölindustrie künftig auch die Barentssee ins Visier nehmen und versuchen werden, die Ölgewinnung auch in dieser Region zu verbieten.

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    Der Beschluss der Arbeiterpartei löste Unzufriedenheit der Gewerkschaft der Energiewirtschaft für Industrie – der größten Gewerkschaft des Landes -, die diese Partei seit Jahren unterstützt hatte. Parteichef Jonas Gahr Støre erklärte in der Vorwoche, dass norwegische Ölkonzerne Verpflichtungen zur Umstellung auf umweltfreundliche Produktionstechnologien erfüllen müssen, wenngleich es sich dabei um eine extrem schwierige Aufgabe handelt.

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    Verbot, Förderung, Partei, Norwegen