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17:05 22 Juli 2019
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    UN-Hauptquartier in New York

    Washington will Austausch von venezolanischem UN-Botschafter

    © Sputnik / Sergey Guneev
    Politik
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    Die USA haben die Vereinten Nationen dazu aufgefordert, den derzeitigen venezolanischen Botschafter durch einen Vertreter von den selbsterklärten Interimspräsidenten Juan Guaidó zu ersetzen.

    Dem derzeitigen Botschafter müsse die Zulassung entzogen werden, forderte US-Vizepräsident Mike Pence am Mittwoch in New York vor dem UN-Sicherheitsrat - und wandte sich auch direkt an Botschafter Samuel Moncada.

    „Mit allem Respekt, Herr Botschafter, Sie sollten nicht hier sein. Sie sollten zurück nach Venezuela gehen und Nicolas Maduro sagen, dass die Zeit vorbei ist, dass es Zeit ist für ihn, zu gehen”, zitiert die Agentur Reuters Pence.

    Die USA arbeiteten derzeit an einer Sicherheitsrats-Resolution, die alle UN-Mitglieder dazu aufrufen solle, Guaidó anzuerkennen, sagte Pence. „Es ist Zeit für die Vereinten Nationen, ihre Stimme zu erheben.”

    >>>Mehr zum Thema: „Humanitäre Hilfe” für Venezuela: USA stellen weitere 60 Millionen Dollar bereit<<<

    Die USA würden weiter wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf Venezuela ausüben, damit ein friedlicher Übergang gelingen könne, sagte Pence, betonte aber auch: „Alle Optionen sind auf dem Tisch”.

    Laut dem US-Vizepräsidenten Mike Pence haben die Vereinigten Staaten weitere 60 Millionen US-Dollar für „die humanitäre Hilfe” für Venezuela bereitgestellt.

    Zuvor hatte das Oberste Gericht Venezuelas die Verfassungsgebende Versammlung um den Entzug der Immunität Guaidos gebeten, die diesem Antrag nachkam und der Fortsetzung der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Guaido zustimmte.

    >>>Mehr zum Thema: Venezuela steigt aus der Organisation Amerikanischer Staaten aus<<<

    Am 23. Januar dieses Jahres hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaido, während Protesten zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaido umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

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