05:03 20 Juni 2019
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    Plakat mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange (r.) und der Whistleblowerin Chelsea Manning vor der Ecuadors Botschaft (Archiv)

    Anwalt dementiert Berichte über Assanges Kontakte zu russischen Hackern

    © AP Photo / Alastair Grant
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    Der ehemalige spanische Richter Baltasar Garzon – Koordinator einer Gruppe zur Verteidigung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange – hat Vorwürfe der Behörden Ecuadors gegen den Whistleblower zurückgewiesen, Kontakte zu „zwei russischen Hackern“ gehabt zu haben. „Derartige Anschuldigungen haben weder Hand noch Fuß“, sagte der Jurist am Donnerstag vor der Presse in Madrid.

    Zuvor hatte Ecuadors Außenministerin Maria Paula Romo erklärt, dass die Regierung in Quito die Staatsanwaltschaft des Landes über mutmaßliche russische Hacker informieren wird, die im Kontakt mit Wikileaks-Gründer Assange gestanden haben sollen.

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    Anwalt Garzon rief die ecuadorianischen Behörden auf, „wahre Gründe“ für die Auslieferung Assanges an die britische Polizei zu nennen. Es sei fehl am Platze, von irgendwelchen Verstößen gegen Protokollregeln zu sprechen.

    „Russland hat mit Assange nichts zu tun, das kann ich kategorisch erklären. Solche Verbindungen gibt es nicht. Assange war auf seine Journalistik und auf den Schutz von Werten konzentriert. Er musste das unter extrem schwierigen Bedingungen tun“, sagte der Spanier.

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    Zuvor hatte Ecuador das diplomatische Asyl Assanges beendet, weil er angeblich internationale Konventionen verletzt hat. Nach Angaben der britischen Polizei wurde Assange auf Beschluss eines Londoner Gerichts verhaftet.

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    Tags:
    Dementi, Hacker, Russland, Anschuldigungen, Baltasar Garzón, Julian Assange