16:38 25 April 2019
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    Der Chefredakteur der Nachrichtenagentur RIA Novosti Ukraine Kirill Wyschinski (Archivbild)

    Fall Wyshinski: Europäische Journalisten-Föderation fordert Freilassung

    © Sputnik / Wladimir Trefilow
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    Laut der Vizepräsidentin der Europäischen Journalisten-Föderation EJF, Nadeschda Azhgikhina, besteht die Organisation weiterhin auf die Freilassung des in der Ukraine festgenommenen Chefs von RIA Novosti Ukraine, Kirill Wyschinski.

    „Ein Mensch, der mit Worten arbeitet und im Gefängnis sitzt – das ist Unsinn“, äußerte Azhgikhina.

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    Wyschinski befindet sich zurzeit in einem ukrainischen Gefängnis. Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte Wyschinski am 15. Mai 2018 vor dessen Wohnung in Kiew festgenommen und noch in der Nacht nach Cherson gebracht. Dem Journalisten werden Landesverrat und Unterstützung für die selbsterklärten Republiken der Donbass-Region zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

    Der Kreml hat die Handlungen der Ukraine entschieden verurteilt und Antwortmaßnahmen versprochen. Moskau richtete eine Protestnote mit der Forderung an Kiew, die Gewalt gegen Medienvertreter einzustellen.

    Während einer Gerichtverhandlung hatte der Chef von RIA Novosti Ukraine den russischen Präsidenten, Wladimir Putin, um Hilfe ersucht und erklärt, dass er die ukrainische Staatsbürgerschaft aufgeben werde.

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    Putin nannte die Gesamtsituation beispiellos und betonte, dass der Journalist explizit wegen seiner Berufstätigkeit verhaftet worden sei.

    Auch der Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE, Thomas Greminger, äußerte seine Besorgnis bezüglich der Verhaftung und Inhaftierung Wyschinskis. Greminger verwies darauf, dass alle Mitgliedsländer der OSZE die internationalen Standards der Meinungsfreiheit einhalten und sich nicht in die Arbeit der Medien einmischen sollten.

    Der OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit, Harlem Desir, forderte die ukrainischen Behörden dazu auf, die Werte der Meinungsfreiheit zu wahren und Wyschinski sofort freizulassen.

    Ende März hat ein ukrainisches Gericht die Inhaftierung des ukrainischen Journalisten bis zum 24. Mai 2019 verlängert.

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    Freilassung, Standards, Festnahme, Generalsekretär, Gerichtsprozess, Gericht, Medien, Medienfreiheit, Anklage, Verhaftung, Journalist, Journalisten, RIA Novost Ukraine, RIA Novosti Ukraina, Ukrainischer Sicherheitsdienst SBU, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), OSZE, Harlem Desir, Thomas Greminger, Kirill Wyschinski, Wladimir Putin, Moskau, Donbass, Cherson, Kiew, Russland, Ukraine