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    Nato-Kriegsschiffe (Archiv)

    Nato verspricht Ausweitung ihrer Aktivitäten im Schwarzen Meer

    © AFP 2019 / Daniel Mihailescu
    Politik
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    Die Annahme des so genannten „Schwarzmeerpakets“ wird zur Ausweitung der Nato-Aktivitäten in der betroffenen Region führen. Das erklärte die stellvertretende Generalsekretärin des Militärbündnisses Rose Gottemoeller am Freitag gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Agenzia Nova.

    Das Dokument, das am Rande des Nato-Außenministertreffens in Washington verabschiedet wurde, sieht praktische Hilfsmaßnahmen für die Ukraine und Georgien vor.

    Laut Gottemoeller sollen diese vor allem zur Ausbildung von Seestreitkräften und Küstenwache sowie zur besseren Vorbereitung von Übungen im Schwarzen Meer beitragen und auch den Datenaustausch zwischen der Nato und den beiden Staaten fördern.

    Vergangene Woche habe die Allianz zusammen  mit Georgien und der Ukraine ein Manöver im Schwarzen Meer abgehalten. Auch der maritime Nato-Einsatzverband (SNMG2) sei daran beteiligt gewesen, so die stellvertretende Nato-Chefin.

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    Was die Beziehung zu Russland angehe, setzte das Militärbündnis mit seiner aktuellen Strategie auf Abschreckung und Schutz, aber zugleich auch auf einen Dialog mit Moskau.

    In den letzten drei Jahren haben neun Gipfel des Russland-Nato-Rates stattgefunden, erinnerte Gottemoeller. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg habe sich mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow getroffen, auch der Kommandeur der Nato-Truppen in Europa, Curtis Scaparrotti, halte Kontakt zu Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow.

    In Bezug auf die Krim bleibe die Nato ihrer bisherigen Haltung treu.

    „Nach der Besetzung der Krim und den destabilisierenden Maßnahmen Russlands im Donbass können wir nicht zu normalen Beziehungen zurückkehren”, sagte Gottemoeller.

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    Im Februar waren die Nato-Schiffe im Rahmen des ersten Patrouillierens seit Beginn des Jahres ins  Schwarze Meer eingelaufen, „um die operative Kompatibilität mit den Seestreitkräften der Verbündeten und Partner im Schwarzen Meer zu erhöhen“.

    Russland verweist in den vergangenen Jahren auf den beispiellosen Aufschwung der Nato-Aktivitäten an seinen westlichen Grenzen. Die Nato tritt mit immer neuen Initiativen auf, deren Ziel „die Eindämmung der russischen Aggression“ sei. Moskau brachte häufig seine Besorgnis über den Ausbau der Nato-Kräfte in Europa zum Ausdruck. Putins Sprecher Dmitri Peskow unterstrich immer wieder, dass Russland für andere Länder ungefährlich sei, aber auf potenzielle Gefahren für seine Interessen reagieren müsse.

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    Tags:
    Aktivitäten, Russland, Rose Gottemoeller, Schwarzes Meer, NATO