15:03 18 Juni 2019
SNA Radio
    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv)

    Kramp-Karrenbauer: Brüssel soll nicht „alles bis ins Kleinste festlegen”

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Politik
    Zum Kurzlink
    11142

    Europa muss nach Worten von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in vielen Aspekten besser zusammenarbeiten. Das gilt etwa bei Sicherheitsfragen und der Kriminalitätsbekämpfung, die nicht nur nationale Fragen sein dürften. Dies hat sie am Freitagabend im sauerländischen Eslohe bei einem Auftritt im Europawahlkampf erläutert.

    Am 26. Mai gehe es weniger um das Abschneiden einzelner Parteien, sondern darum, Europa stärker zu machen. Das bedeute nicht, dass Brüssel „alles bis ins Kleinste festlegen” solle. Sie warnte vor realen Gefahren für Europa, die von einem „neuen Nationalismus” ausgingen und zurückgedrängt werden müssten.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Merkel erklärt, warum sie Poroschenko nach Berlin eingeladen hat<<<

    „Wir wollen als Europa in der Welt eine Rolle spielen”, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (DPA) Kramp-Karrenbauer.Kein Land profitiere so deutlich vom gemeinsamen Binnenmarkt wie Deutschland. Zentral seien aber auch „sichere Außengrenzen der Europäischen Union”.

    Die CDU stehe zur Bundeswehr, wolle trotz sehr geringer finanzieller Spielräume im Haushalt „Geld in Sicherheit und Verteidigung geben”. Ihre Partei halte auch an der Nato-Zielmarke von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fest, sagte die Parteichefin - und kritisierte die SPD: „Zumindest in dieser Frage können wir uns auf unseren Koalitionspartner alles andere als verlassen.”

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Nato-Manöver „Sea Shield” im Schwarzen Meer: Déjà-vu des Kalten Krieges<<<

    Bei der Veranstaltung im Rahmen des Europawahlkampfs von Peter Liese - Spitzenkandidat der NRW-CDU - war die Parteichefin zunächst mit nur höflichem Applaus empfangen worden, am Ende gab es viel Beifall.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren