03:26 17 Juni 2019
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    Demonstranten im Sudan am 13. April 2019

    Ausnahmezustand im Sudan aufgehoben

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    Politik
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    Der neue Chef des Militärischen Übergangsrats des Sudans Abdel Fattah al-Burhan Abdelrahman hat laut einer Meldung der AFP die früher verhängte Sperrstunde sowie den Notstand aufgehoben. Außerdem gab es von ihm einige Ankündigungen über die nähere Zukunft des Landes.

    Unter anderem erläuterte er, dass der Militärrat höchstens zwei Jahre tätig sein werde und versprach, die Macht an eine Zivilregierung zu übergeben. Diese soll nach Ergebnissen von Konsultationen gebildet werden, so Reuters.

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    Darüber hinaus gelobte er, das vorherige Regime zu „entwurzeln“ und den Mördern von Protestlern den Prozess zu machen.

    Abdelrahman wurde zum Chef des Militärischen Übergangsrates am Samstag, nachdem sein Vorgänger Awad Mohamed Ahmed Ibn Auf zurückgetreten war. Ibn Auf wurde am Freitag als Chef des Militärischen Übergangsrates angelobt.

    Zuvor hatte Ibn Auf verkündet, dass der abgesetzte sudanesische Präsident Umar al-Baschir festgenommen und an einen sicheren Ort gebracht worden sei.

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    Darüber hinaus verhängte er einen dreimonatigen Ausnahmezustand im Land.

    Die sudanesische Armee hatte nach Angaben des libanesischen TV-Senders Al-Mayadeen bei einer Sondersitzung am Donnerstag beschlossen, Umar al-Baschir von allen Ämtern zu entheben und die Regierung des Landes aufzulösen.

    Die sudanesischen Sicherheitsbehörden und die Nationale Aufklärung des Landes befreiten laut der staatlichen Nachrichtenagentur des Sudans, SUNA, alle politischen Häftlinge aus den lokalen Gefängnissen.

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    Tags:
    Reuters, AFP, Militärrat, Ausnahmezustand, Sudan