12:56 28 Februar 2020
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    Die wachsenden Aktivitäten der Nato im Schwarzen Meer schaffen eine Gefahr für die Stabilität in der Region. Moskau wird auf das Nato-Vorgehen „entsprechend“ reagieren. Dies erklärte der russische Vize-Außenminister Alexander Gruschko am Rande einer Sitzung des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik.

    Ihm zufolge beobachtet Russland aufmerksam, wie sich „die Pläne der Allianz zur Stärkung ihrer Präsenz in dieser Region entwickeln werden“, und wird adäquat darauf reagieren.

    Für die Erhöhung der Sicherheit sei aber eine Zusammenarbeit zwischen den Schwarzmeer-Anrainerstaaten wichtig.

    „Alle dafür nötigen Elemente sind vorhanden. Das sind sowohl die Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation SMWK als auch – im Verteidigungsbereich – ein Dokument über vertrauensbildende Maßnahmen im Schwarzen Meer“, betonte Gruschko.

    Zuvor hatten die Nato-Staaten Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine und Georgien im Schwarzen Meer vereinbart. Diese sollen unter anderem zur Ausbildung von Seestreitkräften und einer Küstenwache sowie zur besseren Vorbereitung von Hafenanläufen und Übungen im Schwarzen Meer beitragen und den Datenaustausch zwischen der Nato und den beiden Staaten fördern.

    Vor dem Hintergrund des Nato-Manövers Sea Shield 2019, an dem im Schwarzen Meer vom 5. bis 13. April Verbände mehrerer Mitgliedsländer der Allianz sowie der Ukraine teilnahmen, hatten auch russische Flugzeuge Tu-160 und Su-27SM Übungsflüge absolviert.

    Russland verweist in den vergangenen Jahren auf den beispiellosen Aufschwung der Nato-Aktivitäten an seinen westlichen Grenzen. Die Nato trete mit immer neuen Initiativen auf, deren Ziel „die Eindämmung der russischen Aggression“ sei. Moskau brachte häufig seine Besorgnis über den Ausbau der Nato-Kräfte in Europa zum Ausdruck. Putins Sprecher Dmitri Peskow unterstrich immer wieder, dass Russland für andere Länder ungefährlich sei, aber auf potenzielle Gefahren für seine Interessen reagieren müsse.

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    Tags:
    Ausbau, Aktivitäten, Reaktion, Su-27SM, Tu-160, Sea Shield 2019, Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (SMWK), NATO, Dmitri Peskow, Alexander Gruschko, Schwarzes Meer, Georgien, Russland, Ukraine