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01:08 23 September 2019
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    Flüchtlinge an der Grenze zwischen Serbien und Ungarn (Archiv)

    Wegen „Nein“ zur Migrantenaufnahme: Schweden will EU-Länder sanktionieren

    © Sputnik / Dmitri Winogradow
    Politik
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    Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven ist bereit, Sanktionen gegen solche EU-Länder wie Ungarn zu verhängen, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen. Löfven hat sich zu dem Thema im am Montag veröffentlichten Interview mit der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“ geäußert.

    „Ja, ich bin dazu bereit“, so Löfven auf die Frage nach der möglichen Verhängung von Sanktionen gegen die EU-Länder. „Weil wir irgendwann die gemeinsame Verantwortung (für die Aufnahme von Migranten – Anm. d. Red.) übernehmen müssen. Ein, zwei oder drei Länder können das (die Verantwortung – Anm. d. Red.) nicht tragen, wir müssen dabei helfen.“

    „Wenn sie nicht bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen, wird dies auch Kosten verursachen, und es wird nicht möglich sein, EU-Mittel auf die gleiche Weise wie heute zu erhalten“, sagte Löfven weiter.

    Ihm zufolge ist Ungarn eines der erfolgreichsten Länder.  Es sei inakzeptabel, dass das Land, welches die größte Unterstützung vonseiten der EU erhalten habe, sagt: „Nein, wir übernehmen keine Verantwortung für die Migration.“

    Jede Woche würden von 150 bis 200 Migranten von der Polizei an den schwedischen Grenzen gestoppt. Im Jahr 2015 seien 163.000 Flüchtlinge in dem Land mit 9,8 Millionen Einwohnern angekommen. Dies sei der höchste Kennwert in Europa. In den Jahren 2016, 2017 und 2018 seien im Land jeweils 29.000, 26.000 und 21.5000 Flüchtlinge angekommen.

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