Widgets Magazine
13:04 20 Oktober 2019
SNA Radio
    F-35 des US-Konzerns Lockheed Martin (Archiv)

    F-35-Programm: Ankara erwartet von Mitgliedsländern Erfüllung ihrer Verpflichtungen

    CC0
    Politik
    Zum Kurzlink
    91126
    Abonnieren

    Die Türkei hofft laut ihrem Verteidigungsminister Hulusi Akar darauf, dass alle Teilnehmerstaaten des Programms zur Produktion von Kampfjets der fünften Generation F-35 ihren Verpflichtungen nachkommen werden.

    „Die Verhandlungen mit dem US-Verteidigungsminister sind positiv verlaufen. Wir verweisen mit Genugtuung darauf, dass sich die USA unseren Ansichten durchaus genähert haben. Wir haben alle unsere Verpflichtungen im Rahmen des F-35-Projektes erfüllt. Alle verstehen dies. Genauso erwarten wir, dass auch alle acht Teilnehmerstaaten des Projektes ihre Verpflichtungen uns gegenüber einhalten werden“, zitierte die Agentur Anadolu Akar nach dem Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Patrick Shanahan in Washington.

    Wie Akar weiter betonte, setzten die in die USA entsendeten türkischen Piloten ihre Ausbildung fort.

    Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar hält sich zurzeit zu einem Arbeitsbesuch in Washington auf. Zuvor hatte der Pressedienst des Pentagons mitgeteilt, die Verteidigungsminister beider Länder hätten Fragen der bilateralen Kooperation besprochen.  

    Das Treffen verlief vor dem Hintergrund einer Zuspitzung der Beziehungen zwischen den USA und der Türkei. Die Differenzen sind auf Ankaras Pläne zurückzuführen, russische Fla-Raketenkomplexe S-400 zu erwerben. 

    Am F-35-Programm nehmen neben der Türkei auch die USA, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Australien, Kanada, Norwegen und Dänemark teil. 

    Die Türkei will mindestens 100 F-35 Lightining II von Lockheed Martin erwerben. Der Kauf erfolgt im Rahmen des multinationalen F-35-Entwicklungsprogramms unter US-Ägide. Seit 2002 nimmt Ankara daran teil.

    Zuvor war berichtet worden, der US-Kongress wolle die Lieferung von Mehrzweckkampfflugzeugen vom Typ F-35 an die Türkei auf Eis legen. Der Grund dafür sei die von Ankara bekundete Absicht, Raketenabwehrkomplexe S-400 „Triumph“ aus russischer Produktion zu kaufen.

    Trotzdem waren zuvor in einem Betrieb des Rüstungsunternehmens Lockheed Martin in Fort-Worth (in Texas) die ersten zwei Jagdflugzeuge dieses Typs feierlich an die Türkei übergeben worden.

    Wie ein Sprecher des Sekretariats der türkischen Rüstungsindustrie gegenüber Sputnik sagte, würden aber die an die Türkei übergebenen Maschinen bis November 2019 in den USA bleiben, damit dort die Ausbildung der türkischen Piloten abgeschlossen werden könne. 

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Erfüllung, Verpflichtungen, Programm, Raketenabwehrsystem S-400, Kampfflugzeug Lockheed Martin F-35 Lightning II, Agentur Anadolu, Pentagon, Patrick Shanahan, Hulusi Akar, Dänemark, Norwegen, Kanada, Australien, Niederlande, Italien, Großbritannien, Türkei, USA