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23:05 18 August 2019
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    Proteste in Mali, die mutmaßlich zum Rücktritt der Regierung geführt hatten

    Regierung von Mali tritt zurück

    © REUTERS / STRINGER
    Politik
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    Die Regierung von Mali unter Ministerpräsident Soumeylou Boubèye Maiga hat ihren Rücktritt bekanntgegeben, heißt es in einer Erklärung auf der Twitter-Seite des Präsidenten des Landes. Grund dafür können laut Medienberichten soziale Unruhen nach der Eskalation von ethnischer Gewalt im Land sein.

    Präsident Ibrahim Boubacar Keita sagte in einer Erklärung am Donnerstag, dass er den Rücktritt von Maiga und seinen Ministern akzeptiere.

    „In Kürze wird ein Premierminister ernannt. Nach Konsultationen mit allen politischen Kräften wird eine neue Regierung gebildet“, versprach der Präsident.

    ​Seit 2012 kämpfen die Behörden gegen die islamistischen Extremisten, die Teile des Landes eroberten.

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    Die Lage spitzte sich weiter zu, nachdem im letzten Monat etwa 160 Hirten im Dorf Fulani von einer feindlichen ethnischen Gruppe ermordet wurden. Dem folgten Massenproteste, im Zuge derer der Regierung vorgeworfen wurde, der wachsenden Gewalt im Land nicht gewachsen zu sein, so BBC.

    Wie der „Spiegel“ unterstrich, sei die Sicherheitslage in Mali auch für Deutschland wichtig, da es ein großes Transitland für Migranten sei. Die Uno-Friedensmission in Mali gelte mittlerweile als der gefährlichste Blauhelmeinsatz weltweit.

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    Tags:
    Proteste, Rücktritt, Mali