15:55 19 November 2019
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    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu (Archivbild)

    Russische S-400 sind keine Bedrohung für F-35 – Türkischer Außenminister

    © Sputnik / Waleri Melnikow
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    Die russischen S-400-Raketenabwehrsysteme, welche die Türkei kauft,  stellen für die im Land stationierten US-Jets F-35 keine Bedrohung dar. Dies  verlautbarte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegenüber Reportern am Freitag.

    Cavusoglu verwies unter anderem darauf, dass Ankara zehn Jahre lang keine Luftabwehrsysteme von ihren Verbündeten bekommen konnte.

    „Jetzt bekommen wir die S-400 von Russland. In den USA wird behauptet, dass die S-400 die Angreifbarkeit der F-35 erhöhen wird. Wir glauben nicht daran, aber lassen Sie die Experten ihre Meinung sagen“, riet Cavusoglu.

    Er erinnerte an den Vorschlag Ankaras, eine gemeinsame Kommission mit den USA zu bilden, wenn Washington eine mögliche Bedrohung seiner F-35 derart Sorgen bereite. Die Türkei habe allerdings keine Antwort auf diesen Vorschlag seitens der USA bekommen, obwohl die Nato positiv darauf reagiert haben soll.

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    Cavusoglu beteuerte, dass die S-400 in der Türkei vollständig von Ankara kontrolliert würden.

    „In Syrien gibt es S-400, und Dutzende Male sind US-Flugzeuge über diese Region geflogen“, so Cavusoglu. Eine ähnliche Situation gebe es in Norwegen, wo Nato-Flugzeuge nahe der an der russischen Grenze stationierten S-400 geflogen seien. Sollte man mit den S-400 wirklich Informationen über die F-35 sammeln wollen, hätte man dies bereits tun können.

    Die Nato-Verbündeten der Türkei sollten verstehen, dass Ankara dringend Luftabwehrsysteme brauche. Wenn es keine von den Alliierten bekomme, werde es sie von woanders beschaffen.

    Dem fügte er hinzu, dass Ankara die Verhandlungen mit Nato-Verbündeten fortsetze.

    Früher hatte US-Vizepräsident Mike Pence auf der Konferenz anlässlich eines Nato-Außenministertreffens in Washington erklärt, dass der Kauf der russischen Raketenabwehrsysteme S-400 durch die Türkei die Vereinigten Staaten ernsthaft beunruhige sowie die Einheit der Nato bedrohe.

    Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, erklärte seinerseits, niemand könne von der Türkei verlangen, auf den Erwerb von russischen S-400-Raketenabwehrsystemen zu verzichten, da dies ihm zufolge ein Hoheitsrecht des Landes sei.

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    Tags:
    S-400, Luftabwehr, Russland, F-35, NATO, Mevlüt Cavusoglu, Türkei, USA