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02:54 13 November 2019
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    Ein Journalist mit der Abschrift des Berichts des Sonderstaatsanwalts Robert Mueller am 18. April

    Zwei Jahre und dutzende Millionen Dollar danach: „Russen-Absprachen“, die es nie gab

    © REUTERS / JONATHAN ERNST
    Politik
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    Der vor kurzem veröffentlichte Bericht des Sonderstaatsanwalts Robert Mueller hat bewiesen, dass es zwischen dem Wahlkampfteam des Präsidenten Donald Trump und Russland keine Absprachen gegeben hatte. Außerdem betonte Mueller, dass Trump nicht versucht habe, die Justiz zu behindern.

    Dennoch sind die US-Demokraten mit den Schlussfolgerungen des Generalstaatsanwalts William Barr anhand des Mueller-Berichts unzufrieden und werfen ihm vor, er wäre aus parteilichen Gründen voreingenommen und hätte den Wortlaut des Berichts redigiert.

    Zudem beschäftigen sich gleich vier Ausschüsse im Kongress (vor allem im Repräsentantenhaus, wo die Stimmenmehrheit den Demokraten gehört) mit Ermittlungen zu den Aktivitäten Trumps.

    Sputnik sprach mit dem konservativen Journalisten Chadwick Moore über den Mueller-Report.

    Wie wird Ihres Erachtens die Reaktion der Demokraten und anderer Gegner Trumps sein? Wird die so genannte „Absprache mit Russland“ auch weiterhin das wichtigste Diskussionsthema bleiben?

    Einige Tage lang werden sie die Ehrlichkeit des Generalstaatsanwalts Barr bezweifeln und behaupten, er wäre kompromittiert worden oder sei eine „Marionette“ des Präsidenten. Sie werden sich auf die Tatsache fokussieren, dass einige Teile des Berichts redigiert wurden, obwohl das aus juristischen Gründen nötig war. Sie werden darauf bestehen, dass sich Russland in die Wahl tatsächlich eingemischt hätte, wegen russischer „Trolls“ in sozialen Netzwerken, weshalb die Ermittlung legitim  und gerechtfertigt gewesen sei.

    Es ist natürlich lächerlich, aber sie werden jedes Thema aufwerfen, um die Tatsache zu negieren, dass sie zwei Jahre Zeit und Dutzende Millionen Dollar für den Versuch, einen legitim gewählten Präsidenten zu stürzen, vergeudet haben. Diese Menschen sind sehr berechenbar, und ihre skrupellosen Lügen und ihre Korruption kennen keine Grenzen. Dann wird die Demokratische Partei mit "Fake News" die Geschichte verschieben, wie das schon im vorigen Monat war – in der Hoffnung, dass die Amerikaner vergessen werden, dass dies passiert ist. Sie haben bereits eine neue Verschwörungstheorie erfunden, die die „Absprachen mit Russland“ ersetzen soll – Trumps Steuern (schon wieder). Wir sahen, dass sie dieses Thema gleich nach der Verkündung am 24. März, dass es keine Absprachen gegeben hatte, genutzt haben.

    Mueller ist zu dem Schluss gekommen, dass kein einziger Teilnehmer der Trump-Wahlkampagne Kontakte mit den russischen Behörden hatte. Könnte es jetzt dazu kommen, dass der Präsident General Flynn oder Roger Stone begnadigt?

    Er ist Präsident und darf jede Person begnadigen. Er müsste definitiv Roger Stone begnadigen, der beschuldigt wurde, sinnlose prozessuale Verbrechen begangen zu haben, die mit den Absprachen in keinerlei Weise verbunden waren, und dessen Leben zerstört wurde, weil die Ermittlung keine Beweise gegen Trump finden konnte.

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    Das ist eine Art Mitteilung: Ihr solltet nicht für Trump oder für ihm ähnliche Personen arbeiten – sonst können wir Euch Eure Ersparnisse und Euer Haus wegnehmen, Eure Karriere und im Grunde Euer Leben zerstören. Roger Stone wird für seine Treue zu Trump bestraft. Was General Flynn angeht, so hat er seine Fehler eingeräumt und bereut. Er kooperierte auch eng mit der Ermittlung und war der wichtigste Augenzeuge im Rahmen der Mueller-Ermittlungen. Diese Lügen haben auch sein Leben zerstört. Die beiden zu begnadigen, wäre weise und auch moralisch richtig.

    Welche Rolle haben aus Ihrer Sicht die „Mainstream-Medien“ bei der Verbreitung der Geschichte um die „Absprachen mit Russland“ gespielt? Müssen sie mit gewissen Konsequenzen rechnen?

    Chadwick Moore: In Amerika gibt es keine Journalisten mehr. Wir haben nur Propagandisten der Demokratischen Partei und Lakaien der „Geldsäcke“ – und das ist vor allem an der Art und Weise zu sehen, wie die Medien in den letzten zwei Jahren diese Lügen beleuchteten. Sie verbreiteten absichtlich Angst. Spaltung und Panik. Der größte Teil der Bevölkerung hatte seit dem ersten Tag gewusst, dass dies nur ein politisch motivierter Trick war, dessen Ziel darin bestand, die Präsidentschaft Trumps zu zerstören und zugleich die Aufmerksamkeit von den wahren Verbrechen der Demokraten im Jahr 2016 abzulenken.

    Ich könnte wetten, dass viele Journalisten das gewusst hatten – aber sie zogen es vor, ihr Publikum anzulügen und mit den Emotionen der Menschen zu spielen, die vom so genannten „Trump derangement syndrome“ erfasst sind, und Hillarys Anhängern tagtäglich die Hoffnung zu schenken, dass der „Orange Man Bad“ des Amtes enthoben werden könnte. Sie haben ihre Arbeit nicht geleistet, aber das tun sie schon seit Jahrzehnten nicht, deshalb muss man sich darüber nicht wundern. Sie haben es inzwischen mit den Folgen ihres unverzeihlichen Verhaltens zu tun. Nach dem Bericht am 24. März, dass es keine Absprachen gegeben hatte, ist die Popularitätsrate von MSNBC um zwei Punkte gesunken, und das sagt alles, was man darüber wissen muss, warum sie diese Lügen so lange vorangetrieben haben. Ehrlich gesagt, ist das gut für die Geschäftskreise.

    Glauben Sie, dass der heutige Bericht die Ankläger zum Schweigen bringen wird? Könnten die Demokraten im Repräsentantenhaus von Mueller Aussagen verlangen?

    Chadwick Moore: Es ist ihnen gelungen, Angst und Zwist zu verbreiten und auch die Menschen von ihren eigenen Verbrechen abzulenken. Also waren sie in einem gewissen Sinne erfolgreich. Jetzt ist das Spiel vorbei, und ich glaube, dass sie einfach wollen, dass alles ganz leise zu Ende geht. Es wäre sehr dumm von ihnen, von Mueller Aussagen zu verlangen, aber das könnten sie tatsächlich tun. Das wäre ein großer Anreiz für Trumps Wahlkampagne 2020.

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    Tags:
    Medien, Mainstream, Fake-News, Diskussion, Donald Trump, Ermittlung, Demokraten, Bericht, Robert Mueller, Russland, USA