22:14 06 Dezember 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv)

    Russland muss sich „für nichts entschuldigen” – Lawrow

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    Politik
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    Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gibt es nichts, wofür sich Russland entschuldigen muss, da seine Handlungen, unter anderem in Bezug auf die Krim, im Einklang mit dem Völkerrecht stehen.

    „Einige brauchen es nicht, dass man ihnen eine Chance gibt - sie verlassen sich sowieso auf eigene nationale Interessen, und nicht auf die Wünsche irgendeines Fremden. Aber wenn sich jemand jetzt beleidigt zeigt und Entschuldigungen von uns erwartet, dann müssen wir uns für nichts entschuldigen. Wir tun alles, was dem Völkerrecht und der UN-Charta entspricht. Wir respektieren das Recht jedes Volkes, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Das gilt auch für die Rechte nationaler Minderheiten, ob auf der Krim oder anderswo. Wir sind immer bereit für einen Dialog”, sagte Lawrow in einem Interview für den russischen TV-Sender Swesda.

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    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation in der Ukraine verschlechtert, wo sich Anfang 2014 ein Staatsstreich ereignet hatte, und auch wegen der Wiedervereinigung der Krim mit Russland nach einem entsprechenden Referendum auf der Halbinsel, die bis dahin zur Ukraine gehört hatte.

    Der Westen warf Moskau daraufhin Einmischung in innenpolitische Angelegenheiten der Ukraine vor und verhängte Sanktionen gegen Russland. Moskau ergriff Gegenmaßnahmen und betonte, dass es kontraproduktiv sei, mit ihm in der Sprache von Sanktionen zu sprechen.

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    Zudem verwies Russland immer wieder darauf, dass es weder zu den Seiten des innenpolitischen Konflikts in der Ukraine gehöre noch ein Subjekt der Minsker Vereinbarungen zur Konfliktregelung im Donbass sei. Für Moskau sei die Krim-Frage für immer und ewig vom Tisch.

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    Tags:
    Dialog, Völkerrecht, Sergej Lawrow, Krim, Russland