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    „Schaden für iranisches Volk“: Ankara über Ende von US-Ausnahmen bei Iran-Sanktionen

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    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montag den Beschluss der USA kommentiert, die bisher für einige Länder tolerierten Ausnahmen der Iran-Sanktionen nicht zu verlängern. Diese Entscheidung wird ihm zufolge dem iranischen Volk schaden.

    „Der Beschluss der USA, die Ausnahmen von den Sanktionen gegen den Import von iranischem Öl einzustellen, wird nicht dem Frieden und der Stabilität in der Region dienen. Er wird dem iranischen Volk Schaden zufügen. Die Türkei lehnt einseitige Sanktionen und Einschränkungen gegenüber ihren Nachbarn ab“, schrieb Cavusoglu in seinem Twitter-Account.

    Öl (Symbolbild)
    © REUTERS / Brendan McDermid/File Photo
    Zudem bezeichnete der Minister bei einer Pressekonferenz in Ankara den US-Beschluss in Bezug auf die Öl-Sanktionen gegen den Iran als unannehmbar: „Die Türkei tritt gegen das Aufzwingen von derartigen Schritten auf. Darauf hinzuweisen, bei welchem Land Öl anstatt des Irans zu kaufen ist, bedeutet, die Grenze des Erlaubten zu überschreiten“, sagte der Minister.

    Zuvor am Montag hatte US-Präsident Donald Trump beschlossen, die Ausnahmen von den Ölsanktionen gegen den Iran nicht zu verlängern.

    Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich seit Mai 2018 verschärft, als US-Präsident Donald Trump das Atomabkommen aufkündigte und die Strafmaßnahmen wieder in Kraft setzte. Acht wichtige Ölkunden des Irans – darunter China, Japan, Indien und Südkorea – erhielten jedoch bis Mai Ausnahmegenehmigungen von den Sanktionen.

    Zuvor hatte Washington erklärt, es sei keine Verlängerung dieses Termins vorgesehen.    

     

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    Tags:
    Beschluss, Ausnahmen, Sanktionen, Donald Trump, Mevlüt Cavusoglu, Südkorea, Indien, Japan, China, Türkei, USA, Iran