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    Das Kiewer Höhlenkloster der Ukrainischen orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats

    Gericht in Kiew stoppt Umbenennung Ukrainischer orthodoxer Kirche des Moskauer Patriarchats

    © Sputnik / Miroslaw Rotar
    Politik
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    Das Verwaltungsgericht in Kiew hat die Umbenennung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (des Moskauer Patriarchats) vorerst gestoppt. Das teilte der Pressedienst des Gerichts am Montag mit. Somit entsprach das Gericht einer Klage der Kiewer Metropolie der kanonischen Ukrainischen orthodoxen Kirche.

    Im Dezember 2018 trat in der Ukraine ein Gesetz in Kraft, das die kanonische Kirche verpflichtet, den Namen auf „Russische orthodoxe Kirche in der Ukraine“ zu ändern. Die kanonische Kirche will das Gesetz nicht akzeptieren.

    Wenn die Ukrainische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats den Namen nicht ändert, kann ihr die Registrierung entzogen werden. In diesem Fall droht der Kirche die Enteignung zugunsten der neugegründeten Orthodoxen Kirche der Ukraine, die bislang von keiner nationalen orthodoxen Landeskirche anerkannt wurde.

     Zuvor hatten die ukrainischen Behörden, darunter auch Präsident Petro Poroschenko, erklärt, sie mischten sich nicht in die Angelegenheiten der Kirche ein, tun das aber immer wieder. Poroschenko erzwang vom Patriarchat in Konstantinopel die Anerkennung der nicht kanonischen Kirche in der Ukraine. Die Russisch-orthodoxe Kirche spricht von einer Kirchenspaltung (Schisma).

    >>>Mehr zum Thema: Türkisch-orthodoxe Kirche zieht gegen Konstantinopel vor Gericht<<<

    Danach übergab die Werchowna Rada die Kiewer Andreas-Kirche an das Patriarchat in Konstantinopel.

    Der ukrainische Vizeregierungschef Wjatscheslaw Kirilenko brachte die Gerichtsentscheidung mit der Niederlage von Präsident Poroschenko bei der Stichwahl am vergangenen Sonntag in Verbindung. „Das war eine Reaktion auf die Wahl von Wolodymyr Selenskyj zum Präsidenten der Ukraine“, schrieb Kirilenko im Kurznachrichtendienst Twitter.

    Zuvor hatte Selenskyjs Beraterin Irina Wenediktowa erklärt, er halte die Ukraine für einen weltlichen Staat, werde aber im Fall seiner Wahl zum Präsidenten die von Konstantinopel gewährte kirchenrechtliche Unabhängigkeit (Autokephalie) nicht revidieren lassen.

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    Tags:
    Einstellen, Gericht, Umbenennung, Kirchenspaltung, Kirche, Ukraine