04:03 20 Januar 2020
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    In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind 305 Menschen in Afghanistan bei den Angriffen der USA und ihrer Verbündeten getötet worden. Diese Zahl markiert einen Wendepunkt. Dabei spielt auch eine Entscheidung von Donald Trump eine Rolle. Darüber schreibt „Die Welt“ am Mittwoch.

    Demnach sollen zum ersten Mal seit Erfassung der Daten in Afghanistan mehr Zivilisten durch Truppen der USA und ihrer Verbündeten getötet worden sein als durch die Taliban und andere Rebellengruppen. Während der ersten drei Monate dieses Jahres seien internationale und regierungstreue Truppen für den Tod von 305 Zivilisten verantwortlich gewesen, erklärte die UN-Mission in Afghanistan (Unama) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten vierteljährlichen Bericht. Aufständische töteten demnach im selben Zeitraum 227 Menschen.

    Die meisten Tötungen erfolgten laut Unama durch Luftangriffe oder Suchaktionen am Boden. Die von den USA unterstützten afghanischen Truppen schienen dabei in einem rechtsfreien Raum zu agieren, konstatiert der Bericht.

    Seit US-Präsident Donald Trump im Jahr 2017 die Bombardierung von Positionen der Taliban durch US-Kampfflugzeuge erleichterte, erhöhte das US-Militär den Einsatztakt.

    Unama erfasst seit 2009 Daten zu zivilen Opfern im Afghanistankrieg. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl ziviler Opfer in Afghanistan einen neuen Höchststand erreicht. 2018 wurden bei Anschlägen und Gefechten 3804 Zivilisten getötet und 7189 weitere verletzt. Das waren elf Prozent mehr als 2017.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Internationaler Gerichtshof knickt ein bei US-Kriegsverbrechen in Afghanistan

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    Angriffe, USA, Afghanistan