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    Folgen der Umweltkatastrophe in der russischen Stadt Karabasch (Archivbild)

    Atombomben? - Russlands Ex-Geheimdienstchef sieht größere Gefahren für die Menschheit

    © Sputnik / Alexander Kondratyuk
    Politik
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    Die Welt steht vor einer Atomkriegsgefahr - so lauten meist grelle Zeitungsüberschriften. Doch aus der Sicht des ehemaligen Chefs des russischen Auslandsgeheimdienstes, Wjatscheslaw Trubnikow, gibt es eine andere Gefahr, die sogar schneller zum Weltuntergang führen könnte.

    „Als Geheimdienstler sehe ich die Umweltprobleme als die wichtigste und reale Gefahr für die Menschheit“, sagte Trubnikow, der die Behörde in den Jahren 1996-2000 leitete. „Atomwaffen? Das ist schon eine Gefahr, doch der Mensch trifft Maßnahmen zu derer Minimierung“. 

    Trubnikow bezeichnete den Ausstieg der USA aus dem INF-Abrüstungsvertrag mit Russland als „kopflos“. Dieser Schritt mache Sorgen, „morgen wird es aber neue Abkommen geben“. 

    Als Beispiel für eine wahrscheinliche Umweltkatastrophe führte er die aktuelle Wasserkrise in Pakistan an. Das Abschneiden Pakistans vom Wasser durch Indien könne ihm zufolge eine deutlich schlimmere Vernichtungsrolle spielen. „Das wird den Effekt von mehreren auf die pakistanische Provinz Belutschistan abgeworfenen Atombomben auslösen“, meint Trubnikow. 

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    Wenn die Menschheit sich nur auf aktuelle Gefahren fokussiere und nicht in die Zukunft schaue, könnten sie den Moment verpassen, wo die Umwelt nicht mehr lebenstauglich sei, warnt der Ex-Geheimdienstler abschließend.

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    Tags:
    Gefahr, Umwelt, Atombombe, Weltuntergang, INF-Vertrag, Indien, Pakistan, USA, Russland