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    Denkmal für die sowjetischen Soldaten in Wien

    Ehrenmal für sowjetische Soldaten in Wien geschändet: Russland legt Protest ein

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    Politik
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    Die russische Botschaft in Österreich hat am Donnerstag nach der Schändung des Ehrenmals für die sowjetischen Soldaten am Schwarzenbergplatz im Zentrum von Wien eine Protestnote an die österreichischen Behörden gerichtet. Das teilte der russische Botschafter in Österreich, Dmitri Ljubinski, mit.

    „Die Botschaft hat schon entschiedenen Protest eingelegt und Versicherungen des österreichischen Innenministeriums erhalten, dass der zugefügte Schaden unverzüglich beseitigt wird“, heißt es in einer Erklärung Ljubinskis auf der Webseite der Botschaft.

    Ferner erinnerte der Botschafter daran, dass das Denkmal immer wieder Opfer von Vandalismus werde.

    Zuvor hatte die Wiener Polizei am Schwarzenbergplatz endlich zwei Videoüberwachungskameras zum Schutz des Heldendenkmals der Roten Armee gegen Vandalismus installiert.

    „Die Kameras sollen in den nächsten Tagen einsatzfähig werden. Dies wird neben der Wiederherstellung des Goldanstrichs der Gedenkaufschrift am Denkmal wie versprochen bis zum Tag des Sieges getan“, fügte der Diplomat hinzu.

    In den letzten Jahren wurde das Ehrenmal für die sowjetischen Soldaten am Schwarzenbergplatz trotz verstärktem Patrouillendienst der Polizei schon mehrmals geschändet. So wurde es unter anderem im Sommer des vorigen Jahres mit tiefroter Farbe übergossen.

    Jedes Mal schickte die russische Botschaft eine Protestnote an das österreichische Außenministerium, in der gefordert wurde, den Sachschaden zu ersetzen, die Schuldigen zu ermitteln und zu bestrafen und derartige Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern.

    Das Heldendenkmal für die Rote Armee am Wiener Schwarzenbergplatz war 1945 zur Erinnerung an rund 17.000 bei der Schlacht um Wien gefallene Soldaten der Roten Armee errichtet worden.

    Auf der Frontseite des Denkmals ist Stalins Befehl über die Einnahme Wiens am 13. April 1945 durch die Rote Armee mit goldenen Buchstaben eingehauen.

     

     

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    Tags:
    Denkmal, Österreich, Russland