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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron während einer Pressekonferenz

    Macron plädiert für Schengen-Neugestaltung wegen Migration

    © REUTERS / PHILIPPE WOJAZER
    Politik
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    Während seiner großen Pressekonferenz im Elysée-Palast hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine Überarbeitung der Schengen-Vereinbarung sowie des Dubliner Übereinkommens gefordert und dabei den möglichen Ausschluss einiger Mitgliedstaaten aus der Schengen-Zone in Betracht gezogen.

    Am vergangenen Donnerstag bemängelte das französische Staatsoberhaupt die Abkommen von Schengen und Dublin als „nicht funktionierend“.

    „Wir müssen unsere Entwicklungs- und Migrationspolitik grundsätzlich umdenken“, erläuterte Macron.

    Er selbst glaube an ein starkes und souveränes Europa, das zur Zusammenarbeit mit afrikanischen und anderen Staaten bereit sei, um Zwangsmigration zu vermeiden, und schütze zugleich seine Grenzen. Dabei bekräftigte er sein Engagement für das Asylrecht, das in der Verfassung des Landes festgelegt ist.

    Die Migration bezeichnete er als den „zweiten großen europäischen Kampf“ neben dem Klima und forderte den Wiederaufbau eines „inklusiven Patriotismus“ sowie eine Neugestaltung des Schengen-Raums, „auch wenn es ein Schengen mit weniger Mitgliedstaaten ist“.

    „Ich will im Schengen-Raum keine Staaten, die sagen: Ich bin dabei, wenn es um Bewegungsfreiheit geht, aber ich bin nicht dabei, wenn es um die Verteilung der Last geht“, wetterte Macron weiter.

    Denn die Solidarität solle mit der Verantwortung Hand in Hand gehen, hieß es.

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    Im März hatte Macron in einem Schreiben an die „Bürger Europas“ bereits gefordert, die Probleme des Schengen-Raums anzusprechen.

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    Tags:
    Migration, Emmanuel Macron, Schengen-Zone, Schengen, Frankreich