16:01 03 Juli 2020
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    Viele Wahlberechtigte wollen bei der Europawahl nicht für, sondern gegen bestimmte Parteien stimmen. Dabei sind die Anhänger der extremen und europakritischen Ränder stärker mobilisiert, berichten deutsche Medien unter Berufung auf eine aktuelle Analyse der deutschen Bertelsmann Stiftung.

    Die Befragten haben demzufolge eine Antihaltung gegenüber Parteien und wollen ihre Wahlentscheidung weniger an der Zustimmung zu einer bestimmten Partei als an der Ablehnung anderer Parteien ausrichten.

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    Angela Merkel (Archivbild)
    © AFP 2020 / Tobias SCHWARZ
    „Viele Bürger entscheiden sich nicht mehr für eine Partei, sondern wählen gegen solche Parteien, die sie am stärksten ablehnen“, zitieren Medien den Mitautor der Studie Robert Vehrkamp.

    Im Durchschnitt identifizierten sich laut der Recherche nur 6,3 Prozent positiv mit einer Partei. Dagegen lehnt fast jeder Zweite (rund 49 Prozent) eine oder sogar mehrere Parteien vollständig ab und zeigt damit eine negative Parteiidentität.

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    Die Anhänger von rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien haben dabei die größte positive und negative Parteienidentität: 10,3 Prozent der Umfrageteilnehmer identifizieren sich mit ihnen; 52,8 Prozent lehnen sie ab. Auch linkspopulistische und linksextreme Parteien werden von 52,2 Prozent vollständig abgelehnt.

    Die Anhängerinnen und Anhänger der extremen und europakritischen Parteien zeigen sich stärker mobilisiert als die wahlmüde politische Mitte. Die Antihaltung könnte das Wahlergebnis prägen und die Bildung positiver Mehrheiten im neuen EU-Parlament erschweren, so die Stiftung.

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    Für die Analyse führte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Bertelsmann Stiftung im Januar eine Umfrage mit 23.725 Befragten in zwölf EU-Ländern durch.

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    Radikalisierung, Rechtsradikale, Linksradikale, Radikalismus, Radikale, linke Parteien, Linke, Ultrarechten, Rechte, Wähler, Wahltag, Wahlen, Wahl, Europawahl, Europäisches Parlament, Europäische Union, Europa, EU