23:45 16 Februar 2020
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    Die US-Erklärungen, wonach die Terrormiliz Islamischer Staat* in Syrien besiegt ist, entsprechen nach Einschätzung des syrischen UN-Botschafters Baschar al-Dschafari nicht der Realität.

    „Abgesehen davon, dass die Amerikaner behaupten, Daesh* sei am Ende, glauben sie, dass sie Daesh ausgerottet hätten, aber das stimmt nicht. Die arabische Armee und die Allianz kämpfen immer noch gegen die in Syrien verbliebenen Daesh-Terroristen”, erklärte al-Dschafari auf einer Pressekonferenz nach den Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan (bis 23. März offiziell Astana).

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Wie die USA Syrien spalten wollen und das syrische Öl als Waffe einsetzen<<<

    Aus seiner Sicht „gibt es bei den Astana-Treffen ein großes Problem”.  „Wir hören schöne Worte in einer gemeinsamen Erklärung. Die türkische Seite unterstützt dies, hält sich aber in Wirklichkeit nicht daran“, so der UN-Botschafter.

    US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember vergangenen Jahres den Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien verkündet. Seinen Worten zufolge war das der einzige Grund für den dortigen Aufenthalt amerikanischer Truppen.

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    Russland, der Iran und die Türkei setzen sich seit Anfang 2017 im so genannten Astana-Prozess für eine langfristige Normalisierung der Situation sowie eine politische Lösung in Syrien ein.

    Im September 2018 vereinbarte der russische Präsident Wladimir Putin mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip  Erdogan die Schaffung einer Demilitarisierungszone in Idlib.

    *Islamischer Staat, auch Daesh – Terrororganisation, in Russland verboten

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    Tags:
    Treffen, Syrien, UN, Baschar al-Dschafari, Nur-Sultan, Kasachstan