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    Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza (Archivbild)

    USA verhängen Sanktionen gegen Außenminister Venezuelas

    © REUTERS / Manaure Quintero
    Politik
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    Die USA verschärfen ihr Vorgehen gegen die venezolanische Führung von Staatschef Nicolás Maduro und verhängen Sanktionen gegen den Außenminister des lateinamerikanischen Landes. Neben Außenminister Jorge Arreaza sei auch die venezolanische Richterin Carol Padilla auf die Sanktionsliste genommen worden, teilte das Finanzministerium am Freitag mit.

    Die Strafmaßnahmen gegen die Richterin gehen nach Angaben des US-Außenministeriums auf die Festnahme des Stabschefs des selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, Roberto Marrero, zurück, hieß es.

    Das Finanzministerium in Washington verhängte diverse Sanktionen gegen das Umfeld von Maduro, auch gegen den wichtigen Ölsektor des Landes.

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    Maduro selber und seine Ehefrau Cilia Flores stehen ebenfalls auf der US-Sanktionsliste, meldet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Freitag. Etwaiges Vermögen der Betroffenen in den USA wird eingefroren, Amerikaner dürfen mit ihnen keine Geschäfte mehr machen.

    Das US-Außenministerium warf Arreaza am Freitag vor, er sei eine treibende Kraft bei Maduros Bemühungen, die demokratischen Bestrebungen des venezolanischen Volkes zu vereiteln. Mit der Aufnahme Padillas auf die Sanktionsliste solle daran erinnert werden, dass Einschüchterungsversuche gegen Guaidó und seine Unterstützer Folgen hätten. Das US-Ministerium forderte die sofortige Freilassung Marreros, der vor gut einem Monat festgenommen worden war.

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    Zuvor war berichtet worden, dass laut einem Bericht des britischen Zentrums für wirtschaftspolitische Forschung (CEPR) die von der Trump-Regierung seit 2017 verhängten US-Sanktionen gegen Venezuela zehntausende Todesfälle verursacht und die humanitäre Krise im Land erschwert hatten. Die Autoren der Studie, die Ökonomen Mark Weisbrot und Jeffrey Sachs, stellten fest, dass die US-Anerkennung einer Parallelregierung in Caracas eine ganze Reihe von Finanz- und Handelssanktionen hervorgebracht habe, die für die Wirtschaft und Bevölkerung Venezuelas verheerend seien.

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    Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaidó, während Protesten zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

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    Tags:
    Nicolas Maduro, Sanktionen, Venezuela, USA