06:42 25 Januar 2020
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    Ungeachtet der festgefahrenen Verhandlungen im Streit um das Atomwaffenprogramm Nordkoreas hat sich Südkoreas Präsident Moon Jae In mit Blick auf die bilateralen Beziehungen optimistisch geäußert.

    „Im Laufe der Jahre, in denen wir der Erklärung von Panmunjom folgen, werden wir auf der koreanischen Halbinsel einen unumkehrbaren Frieden erleben, in dem alle zusammen gedeihen”, sagte Moon am Samstag in Anspielung auf sein erstes Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un in dem Grenzort vor einem Jahr.

    „Die Vereinbarungen in der Erklärung von Panmunjom werden eine nach der anderen umgesetzt”, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (DPA) Moon. Angesichts von Hindernissen müsse man aber auch manchmal innehalten und gemeinsam einen Weg finden.

    Moon äußerte sich anlässlich einer abendlichen Zeremonie auf der südlichen Seite von Panmunjom per Videobotschaft. Das weithin abgeschottete Nachbarland war auf eine Einladung Südkoreas nicht eingegangen. Sein erstes Treffen mit Kim würdigte Moon rückblickend als „Tag von überwältigenden Emotionen”.

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    Bei ihrem Gipfel am 27. April 2018 hatten sich Moon und Kim dazu bereit erklärt, die Halbinsel atomwaffenfrei zu machen und auf eine neue Friedensordnung hinzuarbeiten. Doch hat Pjöngjang seither keine konkreten Zusagen gemacht, bis wann es die Atomwaffen des Landes abrüsten will.

    Die erste von drei Zusammenkünften zwischen Moon und Kim im vergangenen Jahr hatte zur Entspannung auf der Halbinsel beigetragen und auch den Weg zum ersten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump im Juni 2018 in Singapur geebnet. Ein zweiter solcher Gipfel folgte dann Ende Februar in Hanoi, doch wurde das Treffen dort vorzeitig abgebrochen, da Kim und Trump sich nicht über die atomare Abrüstung Nordkoreas einigen konnten. Pjöngjang forderte damals eine Aufhebung eines Großteils der Sanktionen.

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    Zuvor war berichtet worden, dass das nordkoreanische Komitee für Heimat-Vereinigung am 25. April eine Erklärung veröffentlicht hatte, in der es die am 22. April gestarteten Manöver der Streitkräfte Südkoreas und der USA als „provokativ” und „hinterhältig” bezeichnet und mit einer „unvermeidbaren entsprechenden Antwort der Armee” droht. Die Erklärung wurde von KCNA veröffentlicht. „Die südkoreanische Regierung stört den Prozess der Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel; diese Hinterlist ruft unsere große Enttäuschung hervor”, hieß es in der Erklärung.

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