SNA Radio
    US-Kampfjet des Typs F-35 (Archivbild)

    Deutschlands Verzicht auf US-Stealth-Jets „enttäuscht“ Nato-Mitglieder – Medien

    © Foto: U.S. Air Force / Tech. Sgt. Jarad A. Denton
    Politik
    Zum Kurzlink
    342398
    Abonnieren

    Ein hochrangiger Vertreter des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin hat Deutschlands Entscheidung, keine F-35-Jagdflugzeuge zu kaufen, als „Rückschritt“ kritisiert. Darüber schreibt die Zeitung „The Financial Times“ am Montag.

    Wie der Konzernchef in Europa, Jonathan Hoyle, in einem Gespräch mit „FT“ sagte, wird Deutschland, das über das größte Verteidigungsetat verfügt, nicht mehr auf dem gleichen Niveau mit seinen Nato-Partnern agieren können, die Stealth-Flugzeuge der fünften Generation im Einsatz haben.

    Einige Nato-Mitglieder seien über diese Entscheidung Berlins enttäuscht, sagte Hoyle weiter. Sie werfe bei anderen europäischen Regierungen außerdem die Frage auf, was dies für die Allianz bedeuten soll.

    >>>Mehr Artikel: Willy Wimmer: „Die USA führen die Nato nur noch mit Nötigung und Erpressung“<<<

    Die deutsche Entscheidung werde außerdem laut Hoyle als ein Signal verstanden, dass Berlin sich weiterhin für das deutsch-französische Projekt für ein „zukünftiges Luftkampfsystem“ FCAS engagiert. Paris hatte zuvor Befürchtungen geäußert, dass ein deutscher Kaufauftrag für die F-35 das FCAS-Projekt überflüssig machen könnte.

    >>>Mehr zum Thema: F-35 erweist sich als unbrauchbar für Kampfeinsatz<<<

    Deutschland wollte ursprünglich seine alternde Tornado-Flotte durch den Kauf von US-amerikanischen F-35-Jets erneuern. Doch das Bundesverteidigungsamt entschied sich letztendlich, Kampflugzeuge des Typs Eurofighter oder F-18 von Boeing zu kaufen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Eurofighter, Frankreich, Enttäuschung, USA, Deutschland, Lockheed Martin, Kampfjet, F-35