Widgets Magazine
13:34 16 Oktober 2019
SNA Radio
    Bundesaußenminister Heiko Maas in Brasilien

    Maas lehnt militärische Intervention in Venezuela ab

    © REUTERS / ADRIANO MACHADO
    Politik
    Zum Kurzlink
    441317
    Abonnieren

    Heiko Maas hat sich klar gegen eine militärische Intervention in Venezuela ausgesprochen. Nach Einschätzung des deutschen Bundesaußenministers sind militärisch gelöste Konflikte in Wahrheit keine gelösten Konflikte.

    „Wir stellen an vielen Plätzen der Welt fest, dass militärisch gelöste Konflikte in Wahrheit keine gelösten Konflikte sind, sondern nur verschobene Konflikte“, sagte er am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem mexikanischen Amtskollegen Marcelo Ebrard in Mexiko-Stadt. 

    „Deshalb verfolgen wir nach wie vor das Ziel einer politischen Lösung und keiner militärischen“, wird Maas von der Deutschen Presse-Agentur zitiert.

    Maas reagierte damit auf Äußerungen von US-Außenminister Mike Pompeo, der am Mittwoch eine militärische Intervention nicht ausgeschlossen hatte. „Militärisches Handeln ist möglich. Wenn es das ist, was notwendig wird, dann ist es das, was die Vereinigten Staaten tun werden“, sagte Pompeo. Pompeo kommt am Dienstag zu Gesprächen mit Maas und Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Deutschland.

    Die USA hatten auch vorher immer wieder erklärt, dass sie zur Lösung des Konflikts in Venezuela alle Optionen auf dem Tisch behalten wollen. Der mexikanische Außenminister Ebrard lehnte ein militärisches Eingreifen von außen wie Maas ab. „Das wäre ein Desaster“, sagte er. „Wir würden jede militärische Intervention in irgendeinem Land in Lateinamerika ablehnen.“

    In Venezuela tobt seit Januar ein Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und seinem Herausforderer Juan Guaidó. Während sich Deutschland zusammen mit den USA und zahlreichen Staaten der EU und Lateinamerikas klar auf die Seite Guaidós geschlagen haben und ihn als Übergangspräsidenten anerkennen, verhält sich Mexiko in dem Konflikt neutral.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren