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13:11 14 Oktober 2019
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    Russlands Pass (Archiv)

    Um russischen Passes willen: Donbass-Einwohner stehen Schlange vor Migrationsbehörde

    © Sputnik / Witalij Timkiw
    Politik
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    Eine große Warteschlange hat sich am Freitag, dem 3. Mai, vor der Einwanderungsbehörde des Innenministeriums der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (DVR) gebildet: Dort wollten die Menschen den Pass der Russischen Föderation beantragen. Dies berichten russische Medien.

    Die Behörde habe um 09:00 Ortszeit (sie entspricht der Moskauer Zeit) damit begonnen, die Unterlagen der Einwohner entgegenzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich dort bereits ungefähr hunderte Menschen versammelt.     

    „Die Menschen stehen hier seit fünf Uhr morgens. Wir waren um 06:30 Uhr da: Wir möchten den Pass als die Ersten erhalten, wir haben fünf Jahre darauf gewartet “, zitieren Medien einen Einwohner von Donezk.

    Ab Dienstag, dem 7. Mai, werde es möglich sein, den russischen Pass in allen Einrichtungen der Einwanderungsbehörde der Republik von Donezk zu beantragen, präzisierte das Innenministerium der Republik.   

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch, dem 1. Mai, den Modus des Erwerbs der russischen Staatsbürgerschaft für einige Gruppen ukrainischer Bürger per Dekret vereinfacht. Demnach dürfen unter anderem diejenigen ukrainischen Bürger Anspruch auf eine erleichterte Einbürgerung in Russland erheben, die auf der Halbinsel Krim geboren sind, dort wohnhaft waren und diese vor ihrem Beitritt zu Russland am 18. März 2014 verlassen haben, falls sie keine andere Staatsbürgerschaft außer der ukrainischen besitzen.

    Am 24. April war auf Präsidentenerlass das Verfahren zum Erwerb der Staatsbürgerschaft Russlands für Personen erleichtert worden, die in einzelnen Bezirken der Gebiete Donezk und Lugansk der Ukraine leben. Die genannten Territorien stehen faktisch unter Kontrolle der Führungen der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk.

    „Wir wollen der neuen ukrainischen Regierung keine Probleme machen, können aber auch nicht die Situation tolerieren, wenn den auf dem Territorium der Republiken von Donezk und Lugansk lebenden Menschen ihre Bürgerrechte völlig entzogen werden – dies überschreitet alle Grenzen im Sinne des Völkerrechts. Sie können sich nicht normal bewegen, ihre elementarsten Bedürfnisse stillen und ihre elementaren Rechte verwirklichen. Dies ist eine pure humanitäre Angelegenheit“, kommentierte Putin die Entscheidung.

    Am 29. April wurde im Gebiet Rostow das erste Zentrum für die Aushändigung von russischen Pässen an die Einwohner der selbsterklärten Republik Lugansk (LVR) eröffnet. Am nächsten Tag wurde auch  das zweite Passzentrum für die Einwohner der DVR eröffnet.

    Die Donbass-Einwohner würden in der Lage sein, den Pass der Russischen Föderation zu beantragen, ohne dabei auf die ukrainische Staatsbürgerschaft verzichten zu müssen, teilte das russische Innenministerium mit.

    Die Unterlagen werden von den Vertretern auf dem Territorium der selbsternannten Republiken eingereicht und ins Zentrum in der Stadt Nowoschachtinsk im Gebiet Rostow geschickt. Die Bearbeitungsfrist für die Anträge soll höchstens drei Monate betragen.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Russische Staatsbürgerschaft für Donbass-Einwohner rückt näher

     

     

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    Tags:
    Russland, Pass, Putin, Lugansk, Donezk