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    das US-amerikanische Luftabwehrsystem Patriot in der Türkei (Archiv)

    Patriot-Systeme: Ankara soll von Washington einen „positiveren Vorschlag“ erhalten haben

    © AFP 2019 / BULENT KILIC
    Politik
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    Washington hat laut dem türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar seine Position bezüglich der Lieferungen von US-amerikanischen Luftabwehrsystemen Patriot an Ankara revidiert und einen „positiveren Vorschlag“ als zuvor gemacht.

    „Ein neues Angebot der USA in Bezug auf Patriot, das wir im März erhalten haben, ist für uns positiver und beinhaltet jene Positionen, über die wir von Anfang an geredet haben. Wir haben vor, Luftabwehrsysteme nicht nur zu kaufen, sondern auch eigene zu produzieren“, sagte der Minister gegenüber dem TV-Sender NTV.      

    Zuvor hatte der türkische Präsident Erdogan bekräftigt, dass die Türkei als souveräner Staat alleine das Recht habe, über den Kauf der S-400-Systeme zu entscheiden. Dieser Schritt werde für die nationale Sicherheit des Landes unternommen.

    Zuvor hatte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärt, dass Ankara mit Moskau einen weiteren Deal zu Lieferungen von S-400 abschließen könne, sollten die USA der Republik die Lieferungen von Patriot-Luftabwehrsystemen verweigern.

    Der im Jahr 2017 abgeschlossene Vertrag über die Lieferung der russischen S-400-Komplexe an die Türkei hatte zu diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Ankara und Washington geführt. Das hatte wiederum zur Folge, dass die USA von ihren türkischen Verbündeten verlangen, auf die russischen Komplexe zugunsten der amerikanischen Flugabwehrraketensysteme Patriot zu verzichten.

     

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    Tags:
    Vorschlag, Lieferung, Raketenabwehrsystem S-400, Mevlüt Çavuşoğlu, Hulusi Akar, Recep Tayyip Erdogan, USA, Türkei