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    Raketenabwehrsysteme des Typs S-400 (Archivbild)

    Türkische Zeitung: Darum haben USA Angst vor russischen S-400 in Türkei

    © Sputnik / Wladislaw Sergienko
    Politik
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    Washington fürchtet, dass der Kauf der russischen Luftabwehrsysteme S-400 Ankara ermöglichen wird, eine aktive selbständige Politik im Nahen Osten zu verfolgen. Auch Israel bereitet der Erwerb Kopfzerbrechen, schreibt die türkische Zeitung „Türkiye”.

    Demnach würde die US-Armee wegen der S-400 nicht in der Lage sein, die Kräfte der kurdischen Arbeiterpartei (PKK) in Syrien aus der Luft zu unterstützen, sollte die türkische Armee eine Operation gegen sie starten.

    Auch für Israel, Washingtons engen Verbündeten in der Region, soll der S-400-Deal besorgniserregend sein. Das türkische Festlandsockel sei langfristiges Ziel Tel-Avivs im Kampf um die natürlichen Ressourcen im Mittelmeerraum. Auch die Vereinigten Staaten hoffen, davon profitieren zu können. Allerdings bedrohen die der Türkei zur Verfügung stehenden S-400 diese Chancen.

    Laut „Türkiye” gründen die Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei in den US-Angriffen auf den Irak von 1991. Damals stellte die Türkei auf Forderung Washingtons den grenzüberschreitenden Handel ein und blockierte die Öl-Pipeline für den Irak. Erhebliche Verluste waren die Folge, für die die USA nicht aufkommen wollten.

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    Vor dem zweiten Angriff auf den Irak verlangten die USA dem Bericht zufolge von der Türkei die Bereitstellung ihres Territoriums für die Operation, was Ankara ablehnte. Dies soll unter anderem der Grund für die Abkühlung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten gewesen sein.

    Auch wird angemerkt, dass der S-400-Kauf für Ankara von großer Bedeutung sei – denn damit würde die Türkei die Sicherheit ihres Festlandsockels im Mittelmeerraum gewährleisten sowie terroristische Gruppen in der Region beseitigen. Dies würde Washington irritieren.

    Das Pentagon warnt die Türkei immer wieder, dass der Erwerb russischer S-400 einen völligen Ausschluss des Landes von der Teilnahme am Programm für die Entwicklung des neuesten US-amerikanischen F-35-Jagdbombers bedeuten werde.

    Laut dem Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Eric Pahon, betrachtet Washington den S-400-Erwerb durch die Türkei als einen „strategischen Trick“ Moskaus mit dem Ziel, einen Keil zwischen Ankara und seinen westlichen Verbündeten zu treiben.

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    Das S-400-System (Nato-Code SA-21 Growler) ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen – über Drohnen bis zu Marschflugkörpern – wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben keine Chance. Nach bisherigen Angaben kann jedes System gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Das System ist mit vier Raketentypen kompatibel, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden.

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    Tags:
    Kauf, S-400, Russland, Türkei, USA