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    Stefan Löfven (Archiv)

    Schweden will Verhältnis zu Russland normalisieren

    © AP Photo/ Henrik Montgomery
    Politik
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    Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat in einem Interview mit dem finnischen Fernsehsender Yle das Bestreben seines Landes nach Normalisierung der Zusammenarbeit mit Russland verkündet.

    „Wir wollen die Beziehungen zu Russland normalisieren, aber nicht auf eine solche Weise, dass wir nicht über Probleme sprechen werden“, sagte der Politiker in einer Yle-Sendung.

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    Schweden wolle so gute Beziehungen zu Russland pflegen, insoweit dies möglich sei. Es gebe viele Dinge, die beide Länder beträfen. Die Arktis sei die Frage, die Moskau und Stockholm vereine. An der Entwicklung dieser Region seien sowohl Russland als auch Schweden, Finnland und Norwegen interessiert.

    „Gute Beziehungen sind wichtig, wir besprechen aber auch Fragen, bei denen wir unterschiedliche Meinungen haben“.

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    Löfven betonte, dass Russland „keine direkte Sicherheitsbedrohung“ für Schweden darstelle. Allerdings zerstören die „Handlungen Russlands auf der Krim und im Osten der Ukraine die Stabilität Europas“.

    „Deswegen ist es wichtig, zu sprechen und zu versuchen, die Spannung zu mildern“.

    Russlands Führung habe „eine andere Vorstellung von der Lage“ auf der Krim und im Osten der Ukraine, das verhindere jedoch die Zusammenarbeit in anderen Bereichen nicht. „Im Gegenteil, ich finde es wichtig, den Schwerpunkt darauf zu legen“.

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    „Unsere Botschaft an Russland besteht darin, dass eine überflüssige Spannung auch ihm keinen Nutzen bringt. Wir alle – Russland, die Nato und die EU – müssen danach streben, die Spannung zu reduzieren. Das ist besser für alle“.

    „Weder Schweden noch Finnland“ bedrohen Russland auf jegliche Weise. Sie gehören auch zu keinen Militärallianzen, hob der Ministerpräsident hervor.

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    Stefan Löfven hatte sich mit Russlands Präsident, Wladimir Putin, Anfang April im Rahmen des fünften Internationalen Arktis-Forums in Sankt Petersburg getroffen.

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    Tags:
    Konfliktregelung, Konfliktlösung, Militärkonflikt, Konflikt, Krieg, Lugansk, Donezk, Donbass, Krim, Ukraine, Arktis, NATO, Europäische Union, EU, Russland, Stefan Löfven, Schweden