09:22 25 Januar 2020
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    Die US-Regierung will die U.S.S. Abraham Lincoln und die sie begleitende Flugzeugträgerkampfgruppe als Reaktion auf angeblich besorgniserregende „Warnungen“ aus dem Iran in den Nahen Osten entsenden. Blufft Washington nur? Mit dieser Frage setzt sich Lorenz Hemicker von der Frankfurter Allgemeinen auseinander.

    Trumps Sicherheitsberater John Bolton soll am Sonntag angekündigt haben, man werde auf jede Aggression mit „unnachgiebiger Gewalt“ und Vergeltungsmaßnahmen reagieren. Es gebe Hinweise darauf, dass iranische Kräfte und ihre Verbündeten die US-Truppen in der Region angreifen würden.

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    Flugzeugträger USS Abraham Lincoln
    © REUTERS / U.S. Navy. / The Nimitz-class aircraft carrier USS Abraham Lincoln breaks away from the fast combat support ship USNS Arctic after an underway replenishment-at-sea in the Mediterranean Sea
    Hemicker betont diesbezüglich, dass obwohl die militärische Stärke der Flugzeugträgerkampfgruppe und amerikanischen Bomber keine Zweifel erregen, es fraglich sei, ob Boltons Worte in Teheran tatsächlich Eindruck erwecken können.

    Zur Begründung seiner These erinnert der Autor daran, dass im April 2017, als der Nordkorea-Konflikt eskaliert sei, Trump erklärt habe, er werde den Flugzeugträger U.S.S. Carl Vinson in das Japanische Meer entsenden. Allerdings sollen die Vinson samt weiterer Schiffe der Gruppe zur gegebenen Zeit in die entgegengesetzte Richtung gefahren sein. Ziel sei gewesen, an einer Übung im Indischen Ozean in 3500 Seemeilen Entfernung von der nordkoreanischen Küste teilzunehmen.

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    Dazu komme, dass die Präsenz eines US- Flugzeugträgers „vor der Haustür des Irans“ nicht die Ausnahme, sondern die Regel sei. Vieles deute darauf hin, dass sich die Abraham Lincoln ohnehin auf dem Weg in die Region befinde.

    Die Amerikaner bräuchten vermutlich mehr, um Teheran in Aufregung zu versetzen, schlussfolgert Hemicker.

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    Tags:
    Militär, USS Abraham Lincoln, Flugzeugträger, Iran, USA