06:18 25 Juni 2019
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    Bundeswehr-Soldaten im Libanon (Archiv)

    Kabinett verlängert Bundeswehreinsatz im Libanon: Längster UN-Einsatz geht weiter

    © AFP 2019 / MICHAEL KAPPELER
    Politik
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    Marcel Joppa
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    Das Bundeskabinett hat am Mittwoch das Mandat für die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte im Libanon verlängert. Deutschland bleibt damit ein Teil der längsten Blauhelm-Mission: Seit 1978 engagiert sich die UN in der Region. Die Bundeswehr soll das libanesische Militär unter anderem im Kampf gegen Waffenschmuggler unterstützen.

    Seit 1978 sollen sich Blauhelmsoldaten der so genannten UNIFIL-Mission für Frieden zwischen Libanon und Israel einsetzen. Zu Beginn zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind rund 10.500 UNIFIL-Blauhelme aus 40 Nationen dort im Einsatz, auch Deutschland bleibt seit 2006 Teil der Mission.

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    Laut Bundeskabinett soll die Bundeswehr die Mission um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2020 unterstützen. Die personelle Obergrenze soll weiterhin bei 300 deutschen Soldatinnen und Soldaten liegen. Die Bundeswehr unterstützt die libanesischen Streitkräfte beim Küstenschutz. Der Einsatz vor der Küste Libanons dient dazu, den Waffenschmuggel zu bekämpfen und die Seewege zu kontrollieren. Es soll verhindert werden, dass Rüstungsgüter ohne Zustimmung der libanesischen Regierung in den Libanon verbracht werden.

    Für den Einsatz hat die libanesische Marine in der Vergangenheit neben personeller auch materielle Unterstützung bekommen, unter anderem Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten sind außerdem seit mehreren Jahren für die Ausbildung der libanesischen Soldaten mitverantwortlich. Der Deutsche Bundestag muss dem vom Kabinett erteilten Mandat noch abschließend zustimmen, dies gilt allerdings nur als Formsache.

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    Tags:
    Bundeswehr, Soldaten, Verlängerung, UN, Einsatz, Deutschland, Libanon